Manchmal kommt es mir so vor, als wäre ich eine Frau.
Eine wunderschöne.
Ich schlendere die Straße entlang, alle starren mich an.
Irgendwo in der Ferne muhen Austern und pfeifen Krebse, vor mir breitet sich ein herrlicher Wald aus.
Ich betrete ihn, wandere hindurch.
Alles ist so zauberhaft.
Vögelchen singen und scheißen mir freundlich auf den Kopf.
Ich gehe… gehe… gehe…
Plötzlich! Eine Hütte!
Nein… nicht auf Hühnerbeinen, sondern mit üppigem Busen und Beinen wie ein Nilpferd!
Ich nähere mich ihr.
Die Tür springt auf, und ich klettere eine schmale Leiter hinauf, die in den Eingang hinabgelassen ist.
Oben in der Hütte schaue ich mich um: Besen an der Wand, Palme auf dem Fensterbrett, Bett, Ofen.
Langsam schreite ich voran, die Dielen knarren unter mir, zart und langgezogen, als wollten sie mich bitten, innezuhalten und nicht weiterzugehen.
Plötzlich überfällt mich eine unermessliche Traurigkeit, Kummer, Sehnsucht.
Die Depression umhüllt mich, taucht mich kopfüber in ihren schläfrigen Nebel.
Wie immer an dieser Stelle!
Halt! Mir dämmert allmählich, dass ich etwas übersehen habe (oder?).
Das Bett! Das Bett!
Darauf sitzt ein Mensch: ein Prachtkerl von Mann, er lehnt an der Wand, gestützt auf ein Kissen, und mustert mich eindringlich.
Er ist splitternackt, nur sein Schwanz ist mit einer Decke verhüllt.
Ich kann nicht stillstehen, spüre seinen Blick auf mir (wieder wie immer an dieser Stelle) und fange an, mich langsam auszuziehen.
Zuerst ziehe ich mein Shirt aus – den weißen Top, der meine prächtige Brust verbarg.
Langsam nähere ich mich ihm und fühle, wie eine Welle der Erregung durch meinen Körper rollt… die erste Welle.
Er beobachtet mich, und die Decke über seinem Schwanz hebt sich allmählich.
Die Zeit erstarrt.
Mir scheint, sie hält inne, gibt uns die Chance, alles schön und bedächtig zu tun.
Ich werfe das Shirt auf den Boden.
Er löst seinen Blick nicht von mir.
Dann streife ich den Rock ab…
Anmutig und ohne Eile, immer näher kommend an meinem unbekannten Objekt der Begierde.
Der Rock rutscht zu Boden, und ich stehe da in weißen Höschen – wunderschöne Höschen, die ich mir für irrsinniges Geld gekauft habe (wann? Ich erinnere mich nicht daran…).
Er starrt mich an wie verzaubert.
Ich tanze meine Schritte schon in einem Meter Abstand von seinem zuckenden Schwanz.
Und da hält er es nicht mehr aus!
Er springt vom Bett auf.
Die Decke gleitet von seinem Schwanz.
Mit einer Bewegung reißt er mir die Höschen herunter.
Und! Ich sehe sein Gesicht vor mir, sehe seine steifen Nippel, sehe das Erstaunen in seinem Gesicht, sehe, wie er von mir abrückt… und… ich sehe meinen eigenen Schwanz, der langsam unter meinem Bauch schaukelt.
Grauen… Angst… Verzweiflung… Scheitern… Leere…
Ich wache auf…

