Sie spürte es – neben ihr ein starker Mann. Er lenkte das leichte Segelboot mit sicherer Hand, genoss seine Herrschaft über Wind und Wellen. Beide fühlten die Wildheit dieser Elemente. Ein einziger Fehler, und das flinke Gefährt wurde zu einem riesigen Vogel, den man weder fangen noch zähmen konnte.
Dieses Spiel erregte und amüsierte sie beide. Sie schmiegte sich vertrauensvoll an ihn, er umarmte sie zärtlich.
Beim Queren der Fahrrinne näherten sie sich dem Ufer ganz dicht. Ein schneller, eleganter Wendemanöver, und schon entfernten sie sich wieder, verschmolzen mit der Weite des Flusses. Jeder Turn – eine harmonische Aktion des Zweierteams. Wie ein Tanz, genauer ein Tango, wo jeder neue Schritt die Partner enger verband.
Und dieser Tanz zwischen Wolken und Wellen schenkte ihnen Freiheit und Glück, das Gefühl echten Lebens. Sie glitten voran, Wind mit Spritzern berauscht, man wünschte, dieser Tanz möge nie enden.
Doch da vorn zeichnete sich eine hohe Insel ab, umsäumt von sandigen Dünen. Warmer, goldener Sand, als riefe er sie. Der Katamaran stürmte auf die Insel zu… nein, noch ein Galgen.
Und schon waren sie am Ziel. Der Katamaran berührte sanft den Rand des Strands. Unbewohnte Insel? Eine kleine Senke, bedeckt mit Gras und Moos. Ein paar Birken, etwas weiter ein Wäldchen, alles vom Fluss her abgeschirmt durch eine Kette sandiger Hügel. Sie umgaben die Insel ringsum.
Barfuß ging sie über den Sand, stieg auf die Düne, seine starken Hände stützten sie von hinten. Ohne Anstrengung erreichte sie den sandigen Gipfel. Von hier aus breitete sich der gewaltige Auslauf des großen Flusses aus. Gefühl des Fliegens… Er umarmte sie, sie verschmolzen in einem langen Kuss…
Hinab – in die lockende sandige Bucht. Als hätte nie ein Mensch diesen Sand betreten. Sie allein auf der Welt… Sand streichelte die Fußsohlen, sie rannten hinunter, verschwanden in den Dünen. Kleidung fiel im Laufen.
Und schon umfing sie Sand und Sonne… Eine Weile lagen sie reglos da, lächelten, genossen die Ruhe dieses stillen Hafens. Er drehte sich auf den Bauch, rückte nah an sie heran. Streichelte sie erst langsam, ein wenig träge. Sie reagierte eine Zeit lang nicht, als schliefe sie.
Doch bald erwachten Begierden in ihr, zogen sie ins Spiel… Manchmal rollten sie über die sandige Matratze, dann glitzerten sonnige Kristalle auf ihrer Haut. Allmählich ähnelten sie sandigen Eidechsen, die im Sand badeten.
Zart blies er den Sand von ihrer samtenen Haut, übersäte ihren Körper mit Küssen. Atem wurde schneller, Herz schlug heftiger. Ihre Zärtlichkeiten wurden leidenschaftlicher, doch sie eilten nicht – warteten, bis die Welle der Ungeduld sie beide überrollte.
Mit seiner riesigen Hand bedeckte er ihre Brust, ließ den Nippel zwischen Fingern hervorlugen, küsste und biss ihn leicht. Leises Zittern ihres Körpers verriet ihm, der Höhepunkt nahte.
—Ihr leiser Flüsterton: Komm schon zu mir.
Das drehte ihm den Kopf. Er deckte sie zu, tauchte in sie ein. Ihre Leiber verschmolzen. Zeit und Wirklichkeit vergingen. Nur dieser süße Rhythmus, der wuchs und die Welt für sie füllte…
Gefühl der Fülle… Annäherung der Sonne… nein, das sollte nie enden… Feuerwerk sonniger Spritzer, letzter Akkord des Tangos…
Warmer Wind und Sand… Ruhe der stillen Bucht umhüllte sie…

