Der Pfad von der Tanzfläche führte am Steg vorbei, direkt an der Wasserkante entlang, durch ein kleines Wäldchen, in dem ihre Häuschen standen. Der Mond stand hoch und klar, tauchte den See in silbernes Licht, das auf der reglosen Oberfläche zitterte, und von dort stieg eine kühle, fast zärtliche Nachtluft auf, die nach feuchtem Holz und Vergessen roch. „Vorsicht, hier ist eine Wurzel“, murmelte Andrej und packte Igor fester, damit der nicht stolperte. Seine Hand lag schwer auf dem Rücken des Mannes, die Finger streiften dabei fast Nastjas Schulter. Igor brummelte nur unverständlich vor sich hin, versuchte ab und zu einen Satz, der aber sofort wieder im Alkoholnebel versank. Endlich erreichten sie das achte Häuschen. Nastja fummelte mit dem Schlüssel am Schloss herum, während Andrej ihren Mann stützte. „Verdammt, geht nicht rein“, flüsterte sie, dann klickte es endlich, und die Tür schwang auf. Drinnen war es dunkel. Nastja trat zuerst ein, knipste das Licht in der kleinen Diele an, die in den Wohnraum führte. Andrej, der unter Igors Gewicht ächzte, schleppte ihn hinterher. „Wohin mit ihm?“ „Ins Schlafzimmer, aufs Bett“, sagte sie und deutete mit dem Kinn zur offenen Tür. Andrej zog ihn mehr, als dass er ging, bis zur breiten Liege, die frisch bezogen dalag. Er ließ Igor einfach fallen. Der landete mit dem Gesicht in den Kissen, schnarchte sofort los, ohne auch nur die Schuhe auszuziehen. Nastja stemmte die Hände in die Hüften und betrachtete ihren Mann mit einem schiefen Lächeln. „Na, ein echter Held“, sagte sie leise. „Soll ich ihm die Schuhe ausziehen?“ „Lass ihn. Ich mach das später.“ Sie winkte ab. Andrej drehte sich zu ihr. Sie standen plötzlich sehr nah. Im schwachen Licht, das aus der Diele fiel, wirkte ihr Gesicht noch rätselhafter, noch schöner. Die Augen groß, die Lippen leicht geöffnet. „Danke, Andrej“, flüsterte sie. „Ohne dich hätte ich ihn nie hierher geschafft.“ „Nicht der Rede wert“, antwortete er, ohne den Blick von ihr zu lösen. „War mir ein Vergnügen.“ Die Stille zwischen ihnen wurde dick, fast greifbar. Weit entfernt wummerte noch immer die Musik von der Tanzfläche herüber, gedämpft, wie ein Herzschlag unter Wasser. „Ich geh dann mal“, sagte er, rührte sich aber nicht. Nastja sah ihn weiter an. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe, ein kleines, unsicheres Lächeln spielte darin. Andrej machte einen Schritt auf sie zu. Es geschah fast ohne seinen Willen. Seine Hand hob sich wie von selbst und berührte ihre Schulter. Sie zuckte zusammen, wich aber nicht zurück. Stattdessen bewegte sie nur leicht die Schulter, und der Träger des Kleides rutschte hinunter, entblößte mehr Haut, als nötig war. „Andrej…“ Er beugte sich vor und küsste genau diese Stelle. Seine Lippen auf ihrer warmen, glatten Haut. Sie atmete scharf aus, legte den Kopf in den Nacken, die Augen geschlossen. „Nicht hier“, flüsterte sie dieselben Worte wie vorhin auf der Tanzfläche, doch diesmal klangen sie ganz anders, dunkler, hungriger. „Er… Igor liegt direkt nebenan.“ Andrej richtete sich auf, warf einen Blick auf das Bett, wo Igor friedlich schnarchte. Dann sah er wieder sie an. Sie kaute auf ihrer Lippe, in ihren Augen lag etwas Herausforderndes, fast Spöttisches. „Komm“, sagte er nur, nahm ihre Hand. Sie folgte ohne Widerstand. Im kleinen Wohnzimmer blieb er stehen, zog sie an sich. Diesmal kam sie ihm entgegen, presste ihren ganzen Körper gegen seinen. Er spürte die Hitze durch den dünnen Stoff, spürte, wie ihre Brüste sich an ihn drückten. Seine Hände glitten über ihren Rücken, tiefer, umfassten die festen Rundungen ihres Hinterns, die er schon auf der Tanzfläche hatte berühren wollen. Jetzt ließ sie es zu. Mehr noch, sie bog sich ihm entgegen, drückte sich in seine Handflächen. Ihre Lippen fanden sich. Der Kuss war heiß, ungeduldig, schmeckte nach Wodka und Verlangen. Nastja fuhr mit den Fingern in seine Haare, zog seinen Kopf näher. Andrej knetete ihre Pobacken, während seine andere Hand ihren Rücken streichelte. Als er sich von ihrem Mund löste, atmeten beide schwer. Ihre Augen glänzten, die Lippen waren geschwollen. „Du bist einfach wunderschön“, stieß er hervor. Sie lächelte, fast schelmisch, und begann, sein T-Shirt hochzuschieben. Er half ihr, zog es über den Kopf und warf es beiseite. Ihre Hände lagen nun auf seiner Brust, glitten langsam tiefer, zeichneten jeden Muskel nach. „Du bist auch nicht schlecht“, flüsterte sie spielerisch. „Trainierst du?“ „Manchmal.“ Seine Finger hakten sich in die dünnen Träger ihres Kleides. Langsam zog er sie nach unten. Der leichte Stoff floss an ihrem Körper hinab wie Wasser und sammelte sich um ihre Füße. Sie stand vor ihm in Unterwäsche, die Haut schimmernd im Mondlicht, das durchs Fenster fiel. Er öffnete ihren BH, streifte ihn ab. Ihre Brüste waren klein, fest, die Nippel hart aufgerichtet. Andrej konnte den Blick nicht abwenden. Sie stand da, stolz, ließ sich betrachten. „Gefällt dir, was du siehst?“ fragte sie leise. Statt zu antworten trat er näher, küsste ihren Hals, wanderte tiefer, nahm einen Nippel zwischen die Lippen, saugte sanft, biss ganz leicht zu. Nastja bog sich durch, krallte sich in seine Schultern, biss sich selbst auf die Lippe, um nicht laut zu stöhnen. „Oh… Andrej…“ Er sank vor ihr auf die Knie. Seine Lippen zogen eine feuchte Spur über ihren Bauch, immer tiefer. Er roch ihre Erregung, diesen süßen, betörenden Duft. Seine Hände streichelten ihre Schenkel. Dann hakte er die Finger in den Rand ihres Slips und zog ihn langsam hinunter. Sie hob gehorsam erst den einen, dann den anderen Fuß. Nackt stand sie nun vor ihm. Im silbernen Mondlicht wirkte ihr Körper wie aus hellem Marmor gemeißelt. Er küsste sie unterhalb des Nabels, tiefer, bis seine Zunge die feuchte Hitze zwischen ihren Beinen fand. Nastja zuckte zusammen, hielt sich an seinen Schultern fest. „Ah!“ Ein unterdrückter Laut entkam ihr. Er leckte sie langsam, kreiste um ihre Klitoris, tauchte ein, wieder heraus. Sie zitterte, die Finger gruben sich in seine Haut, sie kämpfte gegen die Laute an, die aus ihrer Kehle drangen. Hinter der dünnen Wand schnarchte ihr Mann weiter. „Genug“, keuchte sie schließlich. „Andrej, bitte… ich will dich jetzt.“ Er stand auf. Sein Schwanz drückte hart gegen die Hose. Nastja lächelte dunkel, öffnete geschickt den Knopf, zog den Reißverschluss herunter. Hose und Boxershorts fielen zu Boden. Sein steifer Schwanz schnellte heraus. Sie umschloss ihn sofort mit der Hand. „So groß… und so hart“, flüsterte sie, während sie ihn streichelte. Andrej knurrte tief. Er hob sie hoch, trug sie zum Sofa, legte sie darauf. Sie spreizte die Beine, sah ihn von unten herauf an, die Augen voller Verlangen. „Komm zu mir.“ Er stützte sich über ihr ab. Ihre Blicke verschmolzen. Dann drang er in sie ein, langsam, aber ohne Unterbrechung, bis er ganz in ihr war. Nastja bog den Rücken durch, presste die Hand auf ihren Mund, um den Schrei zu ersticken. Sie war eng, heiß, pulsierend. „Alles gut?“ flüsterte er. „Ja… ja, beweg dich… nur nicht zu wild.“ Er begann, sich in ihr zu bewegen. Langsam zuerst, tief, genussvoll. Nastja schlang die Beine um seine Hüften, zog ihn tiefer in sich. Ihr Atem wurde schnell und flach. Andrej atmete schwer, fast rau, hatte Mühe, sich zu beherrschen. Ihre nasse Hitze umschloss ihn bei jedem Stoß. „Schneller“, bettelte sie. „Bitte.“ Er gab ihr, was sie wollte. Das Sofa begann rhythmisch zu quietschen. Nastja konnte die Laute nicht mehr zurückhalten, stöhnte in sein Schulterblatt, biss hinein, wenn es zu heftig wurde. „So gut mit dir… so verdammt gut… ja, genau so!“ Andrej spürte, wie sich der Höhepunkt in ihm aufbaute, doch er wollte, dass sie zuerst kam. Seine Hand schob sich zwischen ihre Körper, fand ihre Klitoris, rieb sie im Takt seiner Stöße. „Ah!“ Nastja schrie fast auf, presste sofort die Hand vor den Mund. Ihr Körper verkrampfte sich, zog sich in wellenartigen Zuckungen um seinen Schwanz zusammen. Sie kam heftig, zitternd, den Rücken durchgebogen. Erst dann ließ Andrej los. Mit ein paar tiefen, harten Stößen ergoss er sich in sie, tief, heiß, lange. Danach sank er auf sie, beide atmeten schwer. Sie streichelte seinen Rücken, während sie langsam wieder zu sich kamen. Minutenlang lagen sie einfach da, nur das Schnarchen Igors hinter der Wand und ihre eigenen Herzschläge waren zu hören. Schließlich stützte Andrej sich auf die Ellbogen und sah sie an. Ihr Gesicht war gerötet, die Haare wild auf dem Polster ausgebreitet, die Augen noch immer verhangen. „Du bist unglaublich“, flüsterte er. „Ich weiß“, antwortete sie mit einem kleinen, zufriedenen Lächeln. Er zog sich aus ihr zurück, legte sich neben sie und zog sie an sich. Nastja legte den Kopf auf seine Brust, schloss die Augen. „Ich muss gehen“, sagte er nach einer Weile leise. „Bevor er aufwacht.“ „Ja… geh“, murmelte sie, ließ ihn aber noch nicht los, strich weiter über seine Brust. „Das war… unerwartet.“ „Gut?“ „Sehr gut.“ Sie hob den Kopf und küsste ihn noch einmal, tief und langsam. Andrej grinste, küsste sie auf die Nasenspitze, stand auf und sammelte seine Sachen zusammen. Nastja blieb nackt auf dem Sofa liegen, beobachtete ihn ruhig. Als er angezogen war, beugte er sich noch einmal zu ihr, küsste sie zum Abschied. „Bis morgen.“ „Bis morgen“, antwortete sie lächelnd. Er schlich hinaus, zog die Tür leise hinter sich zu. Die Nachtluft schlug ihm kühl entgegen, strich über seine erhitzte Haut. Andrej atmete tief durch, lächelte in die Dunkelheit und ging langsam den Pfad zurück zu seinem Häuschen. Hinter ihm lag der See, der Mond und die Frau, die nackt auf dem Sofa zurückblieb, umgeben von kühler Nacht und den Nachklängen dessen, was gerade geschehen war. Am nächsten Morgen wachte Andrej spät auf. Die Sonne schien schon kräftig durchs Fenster. Er dachte an die vergangene Nacht, und ein zufriedenes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er stand auf, duschte, zog sich an und trat auf die Veranda. Der Tag versprach heiß zu werden.

