Lucia Isabel genoss den Spaziergang am abendlichen Strand in vollen Zügen.
Sie ließ den frischen Wind über ihre Haut streichen, tauchte ein in die bunte Menge der Urlauber.
Sie lauschte den Stimmen, die sich in der Luft vermischten.
Angenehme Gedanken glitten träge durch den Geist der jungen Lehrerin für Sprache und Literatur.
Sie stellte sich vor, wie sie in einem ihrer Schüler verborgene Talente entdeckte.
Wie sie half, ein junges Genie zu entfalten.
Oder – warum nicht einfach träumen? – Lucia Isabel Garcia verwandelte sich in eine alte, verdiente Pädagogin.
Sie lebte auf einer bescheidenen, aber ehrenvollen Rente in einer kleinen, gemütlichen Wohnung in einem Plattenbau.
Dort wurde sie von ehemaligen Schülern besucht.
Einer war weltberühmter Ornithologe geworden, ein anderer ein herausragender Schriftsteller, der dritte ein Diplomat.
Und alle erinnerten sich dankbar daran, wie Lucia Isabel in ihre jungen Seelen Samen gelegt hatte.
Samen, die mit den Jahren prächtige Früchte trugen.
Allerdings ließ die junge Frau sich nicht zu lange in diesem Meer der Träume treiben.
Es galt, an prosaischere Dinge zu denken.
Sie setzte sich auf eine Bank, öffnete ihre Tasche und zählte sorgfältig das Geld, das sie für den Urlaub mitgenommen hatte.
Das Zimmer nicht weit vom Meer war recht teuer, aber behaglich und sauber – sie wollte nicht darauf verzichten.
Also musste sie in der Verpflegung kürzen, vielleicht auf eine oder zwei Ausflüge verzichten.
Lucia seufzte.
Im Grunde waren das alles Kleinigkeiten: Das Meer rauschte zärtlich, der Mond ging auf.
Sie wollte nicht aufstehen und nach Hause gehen.
Plötzlich bemerkte Lucia eine auffällige Dame in einem leichten Sommerensemble.
Es war perfekt auf ihre Figur zugeschnitten.
Mit einem Sträußchen Blumen in der Hand stieg sie den Pfad hinauf.
—Martina?, rief Lucia freudig.
—Ja…, die Dame drehte sich lebhaft um und lächelte breit. Luci! Was für ein Zufall?
—Urlaub machen. Und du?
—Wohne hier. Arbeite.
—Dich hatten sie doch in eine andere Stadt versetzt?
—Bin umgezogen, klar. Wo bist du untergekommen? Bei Privatleuten? Komm zu mir, wir essen zu Abend, plaudern über alte Zeiten!
—Komm, na klar! Stell dir vor, am ersten Tag in einer völlig fremden Stadt eine Uni-Freundin zu treffen!
Auf einer Seitenstraße steuerte Martina selbstsicher auf einen luxuriösen Import-Limousine zu.
Sie setzte sich ans Steuer, öffnete die Tür.
—Rein mit dir. Was stehst du da?
—Martina, ist das dein Wagen?
—Meiner, meiner! Hast du nicht erwartet, was?
Lucia nahm auf dem Beifahrersitz Platz, und der Wagen schnurrte weich los.
Er glitt geschmeidig davon.
Martina fuhr schnell, sicher, fast männlich.
—Mercedes, fast neu, erklärte sie sachlich ihrer Freundin. Zwanzig Riesen.
—Was? So… schwer?
—Riesen – zwanzigtausend Dollar, Dummerchen.
Nicht zu fassen!, dachte Lucia entsetzt.
Ein Vermögen! Und Martina kam aus armer Familie, hatte immer kaum für Brot gereicht…
Nach ein paar Minuten bremste der Limousine sanft vor einem kleinen Steinhaus in einem ruhigen Viertel.
Der Garten wurde von bunten Glasbällen beleuchtet, die auf niedrigen Pfosten im Gras steckten.
—Dein Anwesen ist ja der Wahnsinn!, bewunderte Lucia ehrlich, als sie in den holzgetäfelten Flur mit Bronzedekor traten. Ist das deins?
—Noch nicht, leider. Miete. Kostet fast tausend.
Dollar, natürlich.
—Nicht zu fassen!, hauchte Lucia.
Das Haus war mit Stil eingerichtet: Teure deutsche Tapeten, eine eindeutig antike Lampe über dem Esstisch.
Geschwungene alte Möbel, sogar ein Klavier im Wohnzimmer!
Auf dem Boden dicke, federnde Teppiche.
Die Freundinnen gingen in ein spezielles Gästezimmer.
Hier war es ebenso gemütlich: Ein Ecksofa aus Leder, ein Glastisch mit Beleuchtung.
Ein geschnitztes Regal mit Geräten und CDs…
Lucia geriet immer mehr ins Staunen.
Während sie sich setzte und umsah, nahm Martina ein Mobiltelefon vom Regal.
—Mateo? Für zwei Personen. Ja, weichere Getränke zusammenstellen… Warte!
—Martina, ich flippe aus! Bist du mit einem Millionär verheiratet?
—Ach was, von jemandem abhängig sein!
—Selber Bankerin geworden?
—Ich bin Lehrerin, wie du. Säe das Vernünftige, Gute, Ewige…
—Woher das alles?
—Na ja, Liebes, zwinkerte Martina verschmitzt, während sie zwei grün-orangefarbene Cocktails mixte und eine Kerze anzündete. Ich lass es ein bisschen krachen…
—Krachen? Du scherzt?
—Nein, welcher Scherz! Reiche und leidenschaftliche Kerle gibt’s genug.
—Hör mal, das ist furchtbar! Sagst du die Wahrheit? Du machst nicht vor Prostitution halt, um luxuriös zu leben?
—Hör mal, Luci, lass diesen prüden Ton. Prostitution! Ich führe einfach ein freies Leben. Männer gefallen mir, verstehst du? Haben mir immer gefallen. Und das Ganze liebe ich…
—Aber nicht für Geld! Eine käufliche Frau werden… Tut weh, das zu hören!
—Bitte sehr. Mach dir Sorgen, wenn du willst. Aber schau genau hin, denk nach. Wenn du hingeschaut hast – sagst du: Puh, was war ich für eine Naive! Das sagst du, glaub mir! Na, probier den Cocktail und vergiss mal die verirrte Lehrerin.
Der Cocktail war wirklich überraschend lecker.
—Eine junge Dozentin wie wir, wie viel kann die verdienen, selbst mit allen Chancen?
—Na, drei bis vier Mindestlöhne zusammenkratzen.
—Richtig. Für mich sind das zwei Blowjobs!
—B-Blowjobs! Dieses Zeug… lutschen!
—Ach, komm! Schwänze sind herrlich! Besonders unbeschnittene: Nimmst ihn in die Faust, ziehst die Haut runter, die rosa Eichel ploppt raus und wächst, bläht sich auf – fühlst dich wie eine Schlangenbeschwörerin. Willst ihn gleich verschlingen! Aber was reden wir nur von Sex? Zeit zum Essen. Hast Hunger, oder?
Im Esszimmer, wohin sie gingen, war alles fürs Abendessen bereit.
Scheiben von leicht gesalzenem Lachs türmten sich appetitlich.
Neunaugen lagen wie Torpedos auf einer langen Platte, Kanapees mit Kaviar.
Auf einem Tischchen weiter weg ein Haufen Früchte.
Ein Bollwerk aus Flaschen auf einem Rollwagen.
Ein junger, hübscher Kellner servierte.
Die Freundinnen kippten ein Gläschen kalten Wodka und legten los.
Lucia war verwirrt – sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte.
Aufstehen und gehen? Zu unhöflich.
Und lecker. Und interessant.
Warum nicht das ungewöhnliche Leben beobachten?
Obwohl… war sie Journalistin?
—Du bist total durcheinander, sehe ich, bemerkte Martina sanft. Schade, dass ich’s gesagt habe. Dachte, alte Freundschaft erlaubt’s. Vergiss es… Zerbrich dir nicht den Kopf! Trink lieber Wein. Toller Wein!
—Der Wein ist wirklich fein, gab Lucia vorsichtig zu.
—Du sitzt da und denkst: Was mach ich hier? Brauch ich diesen Kaviar nicht? Warte, lass mich ausreden. Ich glaube nicht, dass du wegen der Stör mit Meerrettich bleibst oder dem teuren Whiskey. Du bist nicht gegangen, weil du nicht entscheiden kannst: Ist Martina eine Gefallene – oder nicht? Ich wirke nicht so gefallen! Etwas passt nicht. Und was nicht passt, Luci, ist das reale Leben und die eingetrichterten Vorstellungen davon, von Eltern, System, all den Tanten und Onkels…
—Moment, fuhr Lucia auf, du willst nicht behaupten, dass es normal ist, sexuelle Launen von Männern zu erfüllen, noch dazu für Geld?
—Sexuelle Launen von Männern, sagst du?, erwiderte Martina und schnippte mit den Fingern. Dann schau!
Der Kellner schaltete seitliches Licht ein und stand wie auf einer kleinen Bühne.
Langsame, sinnliche Musik floss.
Tanzend, windend, entledigte er sich allmählich der Kleidung.
Lucia starrte mit großen Augen – männlicher Striptease war neu für sie.
Der Kellner trug nur noch Hosen.
Sein muskulöser Oberkörper – reliefierte Brust, Schultern – konnte Begierde entfachen.
Man sah, wie unter der seidenen, gebräunten Haut Wellen elastischer Muskeln rollten.
Schließlich streifte er die Shorts ab – darunter enge, winzige Slips, die weniger verbargen als betonten seine Männlichkeit.
Er drehte sich mit rautenförmigem Rücken zu ihnen, glitt mit sinnlichen Bewegungen die Höschen herunter.
Er enthüllte schmale Hüften und kleine, muskulöse Pobacken.
Dann wirbelte er herum, und Lucia sah einen mächtigen, schwingenden Speer direkt vor dem Tisch.
Wie hypnotisiert starrte Lucia, wie er mit lustverzerrtem Gesicht langsam masturbierte im diffusen, rötlichen Licht.
Die Musik strömte weiter…
Plötzlich spürte Lucia eine warme, pralle Welle, die sie trug.
Sie presste unter dem Tisch die Schenkel zusammen.
—Mateo, bediene die Gästin!, befahl Martina halblaut.
Der nackte Mann kniete sich bereitwillig, sein heißer Atem versengte Lucias Beine.
Sie zog sie an.
—Nein, nicht!
—Sei nicht schüchtern, alles bezahlt!, lachte Martina vergnügt.
Ach, dieses schmutzige Geld!, dachte Lucia noch.
Im nächsten Moment bedeckten heiße, pralle Lippen ihre seidenhaarigen Waden, Knie, glatten Schenkel mit leidenschaftlichen Küssen.
Der Kopf des jungen Mannes verschwand unter ihrem Rock.
Finger kneteten zärtlich das Haardreieck unter dem Slip, glitten ab und zu unter den dünnen Stoff und erreichten den verborgensten Ort.
Lucia spürte süßen Schwindel und Schwäche.
Gott, passiert das wirklich mit mir?, schoss ein seltsamer Gedanke durch.
Und dieser schöne, wie ein griechischer Gott junge Mann, sein nackter Rücken, gierige Lippen – sie öffnete die Augen leicht.
Unfähig, dem Ansturm zu widerstehen, spreizte sie weich die Schenkel.
Sie bemerkte nicht, wie der Slip zu Boden glitt.
Doch lange, sensible Finger, die ihre feuchten Lippen vorsichtig auseinanderzogen, ließen sie erzittern.
Niemand hatte sie je so berührt!
Sie war nicht sicher, ob das erlaubt war – eher ein grausamer, unerhörter Laster.
Aber verdammt, wie angenehm…
Die Finger öffneten behutsam, wie Blütenblätter einer Rose im Sommerregen, die fast jungfräulichen Lippen.
Und plötzlich spürte Lucia den stechenden Touch der Zungenspitze.
Sie glitt blitzschnell zwischen die kleinen Blätter und verschwand, glitt wieder und drückte sich an die Perle der Lust.
Sie schob sie mit seltsamem, zitterndem Bewegen, rollte sie.
Nichts Ähnliches hatte Lucia je erlebt – sie schrie fast vor scharfem, durchdringendem Genuss!
Und die Zunge arbeitete schneller und schneller…
Martina beobachtete genüsslich die ersten, schwachen Zuckungen der nackten Beine.
Dann erschütterten Lucias Körper immer stärkere Krämpfe.
Aus ihren halbgeöffneten Lippen brachen Schreie, Schluchzer, Röcheln.
Plötzlich wand sie sich im Sessel, warf sich zurück, bog sich durch, griff wild um sich.
Schüsseln, Gläser fielen zu Boden…
—Gut, Mateo, geh, ordnete Martina halblaut an.
Der Kellner schlüpfte hinaus, schnappte geschickt seinen Kleiderhaufen mit.
Eine Weile schwiegen sie.
—Und du redest von Launen der Männer erfüllen, bemerkte Martina ruhig, als ihre Gästin die Augen öffnete.
—Ich sollte gehen, sagte Lucia mit schwacher Stimme.
—Wohin jetzt? Zu spät, widersprach die Gastgeberin. Bleib, morgen schicken wir Mateo nach deinen Sachen. Einverstanden?
Lucia fand keinen Einwand.
Über eine Innentreppe stiegen sie in den zweiten Stock.
Das Schlafzimmer in himmelblauen Tönen, Lucia staunte über die Auswahl an Kosmetik auf dem Nachttisch.
Die wunderbaren Aquarelle an den Wänden.
Martina öffnete einen Wandschrank – ein kleines Lager mit erotischem Unterwäsche, Schmuck, Negligés, Morgenmänteln.
—Bedien dich, fühl dich wie zu Hause!, bot die Gastgeberin mit großzügiger Geste an. Ich muss ein paar Anrufe machen.
Schwer, dem Reiz zu widerstehen, einige Bodys anzuprobieren.
Lucia streifte schnell das Kleid ab und gönnte sich ein kleines Fest.
Hinter einem dunkelblauen Vorhang an der Wand ein riesiger Spiegel.
Schließlich grub sie Lederwäsche aus.
Ja, der schmale Leder-BH, der ihre ohnehin appetitlichen Brüste stützte, machte sie noch wirkungsvoller.
Die Höschen, die Scham und Eingang freiließen, erregten unglaublich.
Stell dir vor, in diesem Outfit vor einem begehrenden Mann zu paradieren…
Noch ein bisschen wühlen, und Lucia fand weitere Wunder.
Es gab Höschen mit Vorrichtung, die die Schamlippen weit spreizten!
Sich in diesem supererotischen Aufzug betrachtend, erlaubte Lucia sich, den Po verführerisch zum Spiegel zu recken.
Sie stellte die Beine breit, um zu prüfen: Sah man den rosa Eingang von hinten wirklich?
In dieser nicht ganz anständigen Pose ertappte die gastfreundliche Martina sie.
—Du verlierst keine Zeit, sehe ich!, lobte sie die Freundin.
—Na ja, ich… Nur so…, errötete Lucia verlegen.
—Du bist ein Schatz!, bemerkte die Gastgeberin kennerhaft. Wusste nicht, dass du so eine niedliche Figur hast. Komm her, probieren wir das!
„Das“ waren altmodische Damenpantalons – wie zu Jahrhundertbeginn.
Lucia zog sie gehorsam an.
Martina drückte etwas, und Lucia spürte, wie die Hosen leicht warm wurden, dann feucht.
Sie klebten am Körper, umspannten ihn.
Unter dem Stoff ein schwacher, dann stärker werdender, erregender Juckreiz.
Martina drückte eine weitere Taste, und in der Schritt ein kleiner Höcker, fast eine Erbse.
Er wuchs allmählich, füllte sich mit Kraft, wurde hart – genau gegenüber dem Eingang.
—Gott, was ist das?, sorgte sich Lucia.
Martina lachte nur, beobachtete ihr Zappeln.
Der Höcker wurde zu einem kleinen Glied, das hartnäckig zwischen die Schamlippen drängte.
Es spritzte ab und zu warme, leicht beißende Flüssigkeit ein.
Lucia spürte, wie ihr Kitzler unaufhaltsam hart wurde.
Sie versuchte, die seltsamen Hosen runterzuziehen, aber der Stoff klebte fest an den Hüften.
Unwillkürlich ging sie im Zimmer umher, und das Gliedchen zwischen den Beinen bewegte sich.
Es sprudelte reichlicher, drang tiefer.
Plötzlich rollte ein Orgasmus an, Lucia konnte den Schrei nicht halten. Dann noch einer…
Allmählich ließ die Spannung nach, der sexuelle Juckreiz verebbte.
Martina lachte sich kaputt, musterte das verblüffte Gesicht der Freundin.
—Kein Wunder, keine hat dem widerstanden. Spezielle Stimulationshosen! Ein Gag, erklärte sie. Aber gut, oder? Unmöglich zu widerstehen. Na gut, Zeit zum Schlafen. Das Bett schwimmt – schaukelt. Mit dem Hebel verstärken. Licht hier. Und das – du bist ja Romantikerin – schau!
Etwas verschob sich an der Decke, und über dem Zimmer ein riesiges Glasfenster.
Durch das der Himmel mit großen Sommersternen sichtbar wurde.
Etwas seitlich ragten Zypressenspitzen.
—Gute Nacht!, Martina ging hinaus und schloss die Tür fest.
Der Schlaf kam lange nicht zu Lucia – sie spürte noch Rest-Erregung.
Mehrmals berührte sie unwillkürlich den Kitzler mit dem Finger und zog die Hand weg.
Doch lüsterne Visionen verfolgten sie, sie stellte sich den nackten Mann vor.
Erinnerte den beharrlichen Zungenschlag von Mateo, sah sich halb schlafend vor dem Spiegel in riskantesten Posen.
Schließlich, um die Spannung abzuladen, klemmte sie ein Kissen zwischen die Schenkel.
Rhythmisch pressend, erreichte sie Erlösung, fiel in tiefen, traumlosen Schlaf.
Sie wachte auf, als die Sonne schon hoch stand.
Schräge Strahlen durch die Glasdecke drangen und ihr Gesicht berührten.
Einen durchsichtigen rosa Morgenmantel übergeworfen, stieg Lucia die Treppe hinab.
Sie suchte die Gastgeberin.
Martina war nirgends.
Lucia streifte durchs Haus, bewunderte unwillkürlich die Einrichtung.
Sie geriet in eine Art Gewächshaus – eine glasierte Galerie mit exotischen Pflanzen.
Wo berauschende Düfte und Dämpfe den Kopf drehten.
Auf einem anderen Gang hörte sie gedämpftes Wasserrauschen und öffnete eine Tür.
Vor ihr ein Badezimmer dreimal so groß wie normal, statt Badewanne ein kleiner Pool im Boden.
In dessen Mitte Martina schwelgte.
—Ah, wach! Spring rein!
Der Anblick des grünlichen warmen Wassers, rosiger Schaumflocken war so verlockend.
Dass Lucia den Morgenmantel abwarf und mit der Freundin in der duftenden Wanne landete.
—Hierher, setz dich!, wies Martina auf die rechte Ecke.
Lucia lehnte sich zurück an warme, glitschige Kacheln.
Und spürte plötzlich, wie Schenkel und Po von unten ein starker Wasserstrom umspülte.
Dieser lokale Golfstrom war so kraftvoll, dass seine pralle Strömung in die Pforten zwischen den Beinen drang.
Streichelte, massierte, stimulierte die Tiefen.
Hier erfuhr Lucia zum ersten Mal am eigenen Leib, was „es juckt einen so“ bedeutete!
Man konnte nicht sagen, der pralle Wasserdruck weckte sofort scharfes Verlangen.
Aber die unablässigen Wellen erzeugten kitzelndes Gefühl, füllten mit Wollust.
Wollte die Beine schließen und doch sitzen, das Genießen verlängern…
Augen halb geschlossen, verglich Lucia unwillkürlich die jetzigen Empfindungen mit den gestrigen.
Als die heiße männliche Zunge in die Muschel drang.
Beides löste süße Zuckungen im Unterleib aus, doch wenn sie wählen müsste, wusste Lucia nicht.
Vielleicht… Trotzdem angenehm, wenn ein Mann sich kümmert, lebendig, warm!
Als ob in Antwort auf diese sündigen Gedanken umfasste jemand sanft ihre prallen Brüste.
Und massierte leicht, ließ die geschwollenen Nippel zwischen Fingern gleiten.
Lucia öffnete die Augen.
Über sie beugte sich Martina, ihr Gesicht pure zärtliche Wollust.
—Jetzt wasche ich dich, murmelte sie. Was für eine appetitliche Brust! Was für Haut!
Natürlich hätte sie sofort aufstehen und die Wanne verlassen sollen.
Aber die Hände der Hausfrau waren so zart, so geschickt.
Und die aufgestaute Erregung so groß…
Inzwischen nahm Martina eine spezielle, unglaublich angenehme Schwamm.
Und führte ihn langsam über Lucias Hals und Brust, reizte sanft die Nippel.
Dann kam der Rücken dran – Martina drehte die Freundin, stellte sie auf die Knie.
Der Schwamm glitt entlang der Taille, ließ die Haut an den Seiten zucken.
Ging auf den Bauch und erfasste mit katzenhaften Bewegungen das buschige Dreieck.
Der warme Wasserstrom massierte weiter den Schritt, drang überraschend tief.
—Und jetzt den Po!, sagte Martina, ließ etwas Wasser ab und legte Lucia brustauf auf ein breites, flaches Kissen.
Sobald die prallen rosa Halbkugeln aus dem Schaum ragten, begann Martina sie zärtlich zu küssen.
Wischte gleichzeitig mit dem Schwamm die Spalte.
Dann warf sie den Schwamm weg, der einsam drehend entlang der prächtigen Schenkel trieb.
Ersetzte ihn durch geschickte Finger.
Und sie selbst glitt küssend vom Steißbein abwärts, entlang der Furche zwischen den Hälften.
Lucia spürte mit Unruhe, wie die Freundin sie sanft, aber beharrlich auseinanderzog.
Mit Lippen und Zunge tiefer vordrang.
Lucia wollte den allzu offen gespreizten Po zusammenziehen.
Aber durch geschicktes Fingern in der Muschi ließ Martina das nicht zu.
Ihre glitschige, pralle Zunge umkreiste plötzlich schnell die Öffnung.
Dann spürte Lucia, wie die Lippen der Freundin an ihrem Anus hafteten in einem leidenschaftlichen, langen Kuss!
Diese seltsame, undenkbare, unzulässige Liebkosung erregte ungewöhnlich.
Lucia hatte nie gedacht, ihr eigener Po könnte Quelle solch raffinierter, außergewöhnlicher sexueller Empfindungen sein.
Inzwischen bewegte sich die Zunge der Freundin schneller und drang zeitweise ein.
Das Vergnügen war so groß, dass Lucia sich nun gar nicht mehr schämte für ihre mehr als offene Pose.
Ehrlich gesagt, vergaß sie sie einfach!
Plötzlich spürte sie, wie die Zunge etwas Glattem, Dickem, Hartem wich.
Dieses Etwas drang langsam, aber sicher in den Po ein.
Während Martinas Hände Lucias Backen geschickt auseinanderhielten.
Der Gegenstand ging tiefer, weckte wunderbar angenehmes Gefühl und… vibrierte plötzlich!
Eine Minute später hallte diese Vibration in Lucias ganzem Körper wider.
Sie hatte nicht geahnt, dass der Po so empfindlich sein konnte!
Inzwischen bewegte der Gegenstand, von sicherer Hand gelenkt, vor und zurück, als dehnte er die Öffnung.
Schon nach wenigen Minuten dieser ungewohnten Handlungen spürte Lucia anrollende Wellen des Orgasmus.
Des ersten analen in ihrem Leben!
Etwas zu sich gekommen, Augen geöffnet, fragte sie:
—Was war das?
—Analvibrator, Liebes!, erklärte Martina zärtlich. Gestern schon gemerkt, dein Po ist sehr sexy. Na, gratuliere zur zweiten Entjungferung!
—Und wenn…
—… statt Vibrator ein echter, lebendiger Schwanz?, vollendete Martina. Nicht schlecht, Männer mögen das. Aber nicht immer richtig machen, und auf jeden Fall besser die Pforte selbst vorbereiten oder mit mir. Männer neigen nicht zu langer Vorbereitung, vielen gefällt’s, wie ein Rammbock einzudringen…
—Hast… du das gemacht?, fragte Lucia etwas naiv.
—Oh!, seufzte die Freundin nur. Schau her!
Sie kniete sich, beugte sich und spreizte vor Lucia ihre üppigen Backen.
Der Eingang öffnete sich leicht, und sogar Lucias unerfahrener Blick bemerkte, wie gut entwickelt er war.
Lucia strich interessiert mit dem Finger über den Anus der Freundin – Martina erzitterte, blieb auf Knien.
Da, teils unerwartet für sich selbst, stieß Lucia den Finger scharf in die Öffnung.
Sie wollte die Freundin grob in diesen einladend dargebotenen Hintern ficken.
Hand hinter dem Rücken tastend, ertastete sie einen dicken, knubbeligen Dildo und grinste schadenfroh.
Inzwischen wand sich Martina wollüstig auf ihrem Finger, umklammerte ihn fest mit dem Anus.
Dann lockerte sie den Muskelring, ließ den Finger im Loch gleiten.
So fühlt sich also ein Mann!, dachte Lucia mit bebendem Entzücken.
Das spürt er, wenn er seinen Schwanz in einen weiblichen… in meinen Hintern stößt!
Merkend, dass die Freundin sich voll hingab, spürte Lucia, der Moment für den Phallus war da.
Schnell den Finger rausgezogen, hielt sie die Öffnung offen und rammte mit Schwung das knubbelige Ding in den schutzlosen Anus.
Martina schrie auf, zuckte…
—Stehen bleiben!, befahl Lucia herrisch. Ich reiß dir den ganzen Arsch auf!
Sie erkannte sich selbst nicht – wohl der Ansturm der Wollust machte sie entschlossen und dominant.
Weckte über Nacht die strenge Schullehrerin.
Martina erstarrte gehorsam, krallte Finger in den Wannenrand.
Nun hatte Lucia das volle Gefühl, ein Mann zu sein, der schamlos eine nackte Frau vor sich „doggy“ vergewaltigt.
Sie griff den Schaft bequemer und schob ihn tief hinein.
Stellte sich das Vergnügen vor, das ein Mann dabei empfand.
Die Freundin schrie, bog sich.
Lucia zog den Schwanz ebenso scharf, rücksichtslos zurück.
Ein schmatzender Laut mischte sich mit Martinas Schrei.
Genüsslich stieß Lucia wieder tief zu – sie dachte nicht daran, auf Bitten der Freundin zu hören.
Sie wollte die Rolle des männlichen Vergewaltigers voll auskosten!
Der vor ihr ausgebreitete nackte Körper erregte sie enorm.
Sie wollte die alte Freundin zertrampeln, demütigen, die unerwartet solches märchenhaftes Wohlstand erreicht hatte.
Lucia kletterte aus dem Wasser und setzte sich auf den Rücken der Freundin.
Umklammerte fest mit Beinen die Taille.
Nun konnte die Spielerei weitergehen, ohne Fluchtgefahr.
Direkt vor ihr prangten die aus dem Wasser ragenden rosa Halbkugeln von Martina.
Den Schaft des tief versenkten Glieds gepackt, riss Lucia es scharf aus dem Hintern der Freundin.
Spürte genüsslich, wie der Rücken unter ihr bebte und durchbog.
—Spreiz die Backen! Stärker! Noch!, forderte sie.
Sobald der Eingang wieder aufklaffte, nahm sie den Schwanz wie einen Dolch.
Und stach gnadenlos von oben zu, drehte in der Tiefe, damit die knubbelige Oberfläche sich bemerkbar machte.
Diese Dolchstöße trieben Martina aus dem Wasser: Fast besinnungslos vor Schmerz und Wollust kroch sie mit Lucia auf dem Rücken den Gang entlang.
Hinterließ eine nasse Spur, und ihre Reiterin stieß und stieß…
Schließlich warf ein mächtiger Orgasmus beide auf den Teppich im Wohnzimmer.
Martina lag auf der Seite, mit dem Phallus zwischen den Backen.
Eine Weile herrschte Stille.
—Du bist ja eine Vergewaltigerin, Luci!, sagte Martina schließlich, Augen öffnend. Lange hat mich keiner so… Was ist in dich gefahren?
—Weiß selbst nicht!, gestand Lucia schuldbewusst.
Sie verstand es selbst nicht, was über sie gekommen war.
Doch trotz Müdigkeit und Leere spürte sie unerhörte Befriedigung.
Nachdem sie Mateo beauftragt hatten, Lucias Sachen zu holen und ihm genau erklärt, wie er das Haus fand.
Fuhren die Freundinnen zum Strand und verbrachten einen herrlichen Tag.
Sie sonnten sich, badeten, plauderten über Nichtigkeiten.
Mehrmals versuchten Kerle anzubandeln, aber Martina wehrte geschickt ab.
—Schau, wer da ankommt!, sagte sie zur Freundin, merkend, dass die enttäuscht war. Kaufleute, Snickers-Händler! Heute gehamstert – morgen pleite. Aus dem Dreck in den Adel. Und wüsstest du, wie dieses Pack im Bett ist! Glaub meinem Erfahrung.
—Versuchen zu kompensieren?, verstand Lucia.
—Genau! Früher hat das Leben sie getreten, jetzt wollen sie’s an anderen auslassen. Einmal war ich zufällig in so einer Runde. Saßen, soffen, quatschten. Wie immer: Wo, was, wie teuer. Wie Grenzen überqueren, Steuern verbergen. Ordentlich getrunken, aufgeheizt und klar – Nutten her! Griffen zur Zeitung, riefen vier Mädels und während warten: ‚Essen den Weibern nicht geben, Schnaps wegräumen‘ und so weiter. Billiges Gesindel!
—Gibt’s heute anderes?
—Siehst du selbst. Heute kommt ein alter Bekannter. Ganz anderes Level! Übrigens, wenn du willst – mach mit!
—Wenn’s geht, schau ich erst mal zu.
—Bitte, kein Problem! Mach die Schlafzimmertür einen Spalt auf und studier uns, solange du magst. Mich turnt das an.
Abends bereitete Martina sich gründlich vor.
Im Wohnzimmer am Kamin ein Tisch für zwei gedeckt, ein leicht anregendes Menü geplant.
Nach einem duftenden Bad wählte Martina lange, kritisch ihr Outfit.
Lucia half gern.
Sie entschieden sich für ein enges Cocktailkleid, das Martinas prächtige Beine freiließ.
Hinten konnte man es von oben bis unten aufknöpfen und in Sekunden abstreifen.
Darunter nichts als verlockender, gepflegter Frauenkörper.
Dann sichtete Martina, was sie „Spielzeug“ nannte – diverse Sexgeräte.
Nach langem Überlegen wählte sie die „Katzenpfote“ – ein Ding, das dem Namen entsprach.
Und sogar kleine scharfe Krallen ausfahren ließ.
—Heute bin ich Kätzchen, verkündete Martina zufrieden. Spielen mit der Maus!
—Welcher Maus?, wunderte sich Lucia.
—Schau einfach…
Pünktlich um acht stand der ersehnte Gast vor der Tür.
Lucia, ohne zu wissen warum, wurde nervös und schlüpfte ins Schlafzimmer.
Ließ die Tür einen Spalt.
Der Besucher war ein schlanker Fünfzigjähriger mit ruhigen Manieren und offener, jungenhafter Lächeln.
In der Diele schenkte er Martina einen Strauß dunkelroter Rosen und schritt ins Wohnzimmer.
Man merkte, er war nicht zum ersten Mal, freute sich auf Genuss.
Martina in ihrem kurzen, engen Kleidchen spielte die Gastgeberin.
So sehr Lucia spähte, nichts Ungewöhnliches.
Und die Gesprächsfetzen, die zu ihr drangen, verblüfften sie.
Javier – so hieß der Mann – bezog sich auf Platon, Wörter wie „Eidos“, „Transzendenz“ fielen.
Als belausche sie einen Disput in einem literarisch-philosophischen Salon.
Nichts, was Lucia erwartet hatte.
Sie öffnete die Tür weiter, lehnte sich vor, um besser zu hören.
—In seinem berühmten Dialog ‚Das Gastmahl‘, dozierte der Mann, ein Glas Weißwein schwenkend, führt Platon den Menschen zur Notwendigkeit, immer an Unsichtbares zu denken, sogar beim Beischlaf. Indem er gewöhnliche Lust spaltet, lernt das Subjekt, die Essenz des Geschlechtsakts vom Akt selbst zu trennen und bahnt so den Weg zur Transzendenz der Sexualität.
—Natürlich, Javier, nickte Martina tiefsinnig mit ihrem eleganten Köpfchen. Aber dazu braucht’s höchst raffinierte Vorbereitung! Obwohl… Mehrmals habe ich solch eine Spaltung des Bewusstseins erlebt in Situationen sexueller Gewalt, wenn ich trotz allem scharfes erotisches Ziehen zum skrupellosen Vergewaltiger spürte.
—Genau, erzwungenes erotisches Ziehen…, griff der Mann auf und brach ab. Wer versteckt sich da?, rief er, mit dem Glas zur Schlafzimmertür deutend.
Offenbar hatte Lucia sich zu weit vorgewagt.
Martina blieb cool.
—Ach, meine alte Freundin, zu Besuch, schämt sich, mitzumachen, fürchtet zu stören.
—Unsinn!, entrüstete sich der Mann. Wie kann eine schöne, intellektuelle Frau stören? Bitte, kommen Sie zu uns!, winkte er Lucia.
Sie zögerte nicht lange: Der Gast war gar nicht furchterregend, im Gegenteil – sehr sympathisch.
Der Gespräch ungewöhnlich, aber warum nicht mitmachen?
Schnell organisierten sie ihr einen Platz, füllten ein Glas, stellten Javier vor.
Als er hörte, Lucia sei Lehrerin für Sprache und Literatur, geriet der Gast in Ekstase.
Erstens, er sei Spanier, aber großer Fan klassischer Literatur.
Zweitens, mit einer Literaturlehrerin – verständlich, einer spanischen – verbanden ihn äußerst… pikante Erinnerungen!
Die Lehrerin im siebten Jahr trug keine Unterhose.
—Ich entdeckte es rein zufällig – tauchte unter die Bank nach einem gefallenen Radiergummi oder so, erinnerte sich Javier genüsslich. Tauchte – und erstarrte! Strümpfe, Halter, Schenkel – und weiter nichts! Oder doch nichts? – unterbrach er sich. Nichts?! Das Wichtigste, Erstaunlichste an jeder Frau: die Fotze!
Lucia zuckte im Sessel zusammen: Solche Grobheit hatte sie nicht erwartet!
Gerade über Transzendenz geredet – und zack!
—Erlauben Sie, Sie wirken peinlich berührt? Sogar empört?, reagierte Javier sensibel. Ach, wie charmant, rührend! Wie typisch für die große kulturelle Tradition, die Sie zweifellos verkörpern.
Javier war gerührt, aufgewühlt, daher der Satz nicht ganz korrekt.
—Na ja, unsere Literatur ist keusch, und seien Sie so gut, erwähnen Sie Hohes nicht umsonst, schnitt Lucia ab, Lippen geschürzt.
Sie bemerkte nicht, wie Martina langsam aufstand und sich leise von hinten ihrem Sessel näherte.
Plötzlich umklammerten Gummiklemmen ihre auf den Armlehnen liegenden Hände.
Martina beugte sich und saugte sich an ihren Lippen fest.
Schob gleichzeitig mit der Hand die Beine auseinander und den Rock hoch.
Lucia verstand, dass man sie nun voll ausnutzen würde.
Und statt Angst spürte sie unerwartet einen Schwall brennender Wollust.
Wie, wie hatten sie das formuliert?
Unwiderstehliches erotisches Ziehen zu Vergewaltigern? Na ja, vielleicht…


