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Unterwerfung im Erotikmuseum

In letzter Zeit quälte ihn ein ständiges, gleichmäßiges sexuelles Verlangen.

Auch jetzt: Er hielt es in dem Hotel nicht aus (Masturbieren half kaum), wollte in ein Erotikcafé, aber das war noch zu.

Pech gehabt! Blieb nur, irgendwo die Zeit totzuschlagen.

Er beschloss, ins Museum für Sexgeschichte in der Stadt zu gehen, zumal er in über zehn Jahren Abwesenheit nicht dort gewesen war.

Und weil er zufällig die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Urinist“ dabei hatte, mit einem neuen Detektivroman eines lokalen Autors.

Zuerst weckte die Ausstellung sogar sein Interesse.

Er schlenderte langsam an den Wänden entlang, und vor ihm breitete sich das Panorama der erotischen Geschichte aus.

Beginnend mit der Eisenzeit (feine Penishüllen, bronzene Schwänze), dann Reste eines verkohlten Holzbettes, das er zuerst für den Rumpf eines Wikingerboots hielt.

Steinerne Grabsteine berühmter Kurtisanen, spezielle Gestelle für perverse Liebes-Spiele, die alten Kathedralen ähnelten.

Verschiedene Keuschheitsgürtel, Auszüge aus Gesetzen über Prostitution und Statuten von Bordellen.

Alles sorgfältig gesammelt und aufbewahrt, denn genau diesem Erbe verdankte die Stadt ihren Ruhm als erotische Mekka Osteuropas.

Er überflog träge einen Auszug aus Sebastian Münster (1569):

„Diese Stadt ist so groß wie Freiburg… Der Rotlichtbezirk am Flussufer steht dem in Hamburg nicht nach.

Die Einheimischen vögeln Frauen in widerlichen, unchristlichen Stellungen.

Hier gibt’s massenhaft professionelle Liebesdienerinnen… Im Sommer veranstalten sie ganze Shows auf Booten mitten im Fluss.“

Ja, eine fröhliche Bürgerstadt, Stadt der Huren, Händler, Priester, Krieger.

Er ging runter in den zweiten Stock, wo unser Jahrhundert begann.

Der Saal war groß, lang, weiß-rosa.

In einer Reihe standen eigenartige Glasschränke, voll mit prächtigen Farbfotos nackter Weiber, vergilbten Pornomagazinen.

Hier und da bemerkte er und studierte mit Lupe genaue Kopien der Fotzen der berühmtesten Hetären der Stadt.

Es war kühl und still, bald spürte er, wie er unerträglich geil wurde.

Das fiel auch der Museumswärterin auf.

—Hierher, bitte!, lud sie ihn freundlich in einen schmalen, aber gemütlichen kleinen Raum ein.

—Hier können Sie sich entspannen.

Tatsächlich traf er dort ein junges, aber schon extrem erfahrenes Ding, das ihm gratis einen halbstündigen Erotikmassage nach allen Regeln der Kunst verpasste.

—Bei uns ist alles für den Besucher eingerichtet, verkündete sie stolz, als er wieder zu sich kam und sich tatsächlich etwas leichter fühlte.

—Aber trotzdem, mein Herr, ich rate Ihnen, nicht zu lange bei den Genitalmodellen zu verweilen – Sie sind extrem erregbar!

Tatsächlich, Zeit für eine kleine Pause.

Im nächsten Saal sah er ein paar bequeme Sofas und ließ sich auf einem mit seiner Zeitschrift nieder.

Er erinnerte sich, der Detektiv hieß „Der längste Strahl“ und handelte von einem unbekannten Typen, der sich seelenruhig auf den Ehrenpissoir in einem Café für Urinisten setzte.

Noch dazu zur falschen Zeit, und gelassen auf seinen Kaffee wartete, was den Kellner total aufregte, der genau dann seinen heiligen Akt des „masturbatorischen Pissens“ vollzog:

„Matteo zündete sich eine Kippe an. Nur bei diesem sexuellen Akt erlaubt er sich im Lokal zu rauchen.

Er zündet Duftkerzen an und poliert den Pissoir bis zum Spiegelglanz.

Dann folgt eine Serie fast ritueller Gesten, die streng nacheinander ablaufen: Er lässt die Hose runter, mustert eine Weile misstrauisch seinen eigenen Schwanz und bringt ihn langsam in Arbeitszustand.“

Lesen war spannend, weil die Autoren gleich am Anfang klar machten, dass der Fremde auf dem Ehrenpissoir in eine Schlägerei verwickelt und umgebracht wird.

Und man liest und wartet gespannt, wie sein geduldiges Sitzen endet.

Nebenbei beschreiben die Autoren die Stammgäste, ihre Sexgewohnheiten, ihren Alltag, und man merkt, die kennen das alles verdammt gut.

Die Zeit für die Gruppenorgie naht, und der Kunde sitzt immer noch.

„Immer mehr Stammgäste tauchen auf, Matteo weiß im Voraus, wer welche Aufputschmittel, Geräte, Mittel braucht.

Genau ein Uhr mittags. Vor dem Café bremst ein Auto, aus dem der Colonel steigt…“

Irgendwas beunruhigte ihn undeutlich: Entweder der geregelte Alltag der Urinisten-Stammgäste oder etwas anderes.

Er hob unwillkürlich den Kopf und entdeckte den neugierigen Blick einer weiteren Museumswärterin.

Die verdiente vielleicht ein paar Worte.

Während in fast allen Sälen Schönheiten für jeden Geschmack in extrem offenen Klamotten saßen, wachte in diesem Saal aus irgendeinem Grund ein dickbeiniges, blondes Wesen mit schwerem Pferdegesicht in einem verwaschenen blauen Kittel.

Und jetzt guckte es gierig neugierig zu ihm und seiner bunten Zeitschrift rüber.

Er folgte ihrem Blick und kapierte plötzlich, dass auf dem Cover genau sie abgebildet war, die Wärterin, nur ohne Kittel, in einer schamlos gespreizten Pose.

Massige Schenkel weit auseinander, Kopf zurückgeworfen, Tittenkugeln steif, sie bog sich durch, gehalten von muskulösen Armen zweier junger Kerle.

Und schoss dem Leser einen straffen, schäumenden Strahl kristallklaren Pisses direkt ins Gesicht!

Die Überschrift darunter: „Giulia, Champion der Urinisten“.

Inzwischen war Giulia schon zu ihm gekommen und begann vorsichtig ein Gespräch:

—Ich sehe, der Herr interessiert sich für das Thema?

—Ich… na ja…, murmelte er verwirrt, denn eigentlich stand er auf ganz normalen Sex und interessierte sich für solche Abweichungen nur aus purer Neugier.

—Verstehe, verstehe!, fiel das Mädchen ein, verschwörerisch zwinkernd.

—Das ist nicht so einfach, sich dazu durchzuringen. Aber Sie haben Glück! Folgen Sie mir!

Sie führte ihn in ein Zimmer, eingerichtet total ungewöhnlich: Im Grunde war’s eher ein großes Badezimmer, reich ausgestattet mit allen möglichen Geräten für perverses Pissen.

Plus Wannen und anderen Dingern, die er nicht kannte.

Erschienene Pfleger zogen ihn schnell aus und legten ihn in eine spezielle Wanne.

Direkt über seinem Gesicht war ein durchsichtiges Sitzding mit Löchern wie eine Dusche.

Er wollte raus, protestieren, aber das Rauschen des duftenden Wassers, das in die Wanne floss, übertönte seine Rufe.

Außerdem war er neugierig.

Plötzlich hockte sich direkt über ihm ein saftiger Arsch hin, er konnte den Anus in allen Details sehen, die angespannten Schamlippen.

Er wurde geil.

Und genau da floss Pisse auf sein Gesicht.

Keine Chance auszuweichen – die Wanne ließ das nicht zu.

Er ergab sich seinem Schicksal, dachte, er übersteht’s, aber der „Goldene Regen“ floss und floss, bespritzte sein Gesicht mit warmen Tropfen.

Als ob der Himmel sich öffnete.

Verblüfft öffnete er die Augen: Über ihm thronte schon ein ganz anderer Frauenarsch!

Bevor er kapierte, was los war, kam der nächste, dann noch einer…

Nach einer halben Stunde holten sie ihn fürsorglich aus der Wanne, wuschen ihn gründlich, trockneten ihn ab, wickelten ihn in ein flauschiges Laken.

Scheint, sie waren überzeugt, er hätte vor lauter plötzlichem Glück die Sprache verloren.

Ihre Gesichter strahlten Freundlichkeit, sie nannten ihn nur „Bruder“.

Er brachte’s nicht übers Herz, sie anzupöbeln.

Mit Mühe entkam er ihren gastfreundlichen Klauen, stürmte aus dem Raum…

Nach zwei Sälen merkte er, dass zwei Mädels aus dieser verrückten Truppe ihm folgten.

Er beschleunigte, irrte rum – warteten auf ihn noch andere, schlimmere Prüfungen?

—Ihre Zeitschrift, mein Herr!, sagten die Mädels im Chor.

—Giulia hat ihren Autogramm drauf hinterlassen.

Er murmelte Dankesworte, klemmte das idiotische Magazin unter den Arm und rannte raus auf die Straße.

Der Platz wimmelte von Leuten.

Er trottete ins Erotikcafé – mehr aus Gewohnheit als aus Bedarf.

Die Nachbarin am Tisch schnupperte erst lange misstrauisch an irgendwas, fluchte dann laut und wechselte, nach einem Blick auf die Zeitschrift, den Tisch.

Ihren Platz nahm sofort ein flinker junger Kerl ein:

—Schön, einen Bruder zu treffen!, begann er freudig.

Plötzlich sah er Giulias schwungvolle Unterschrift. Sein Gesicht wurde suchend-devot:

—Der Bruder wurde mit dem ‚Goldenen Regen‘ der Champion selbst beehrt?

—Der Bruder gehört zum Kreis der Auserwählten? Ich wage nicht zu stören…, der Typ verbeugte sich mit grenzenlosem Respekt und verschwand.

Was für ein Tag, dachte er, während er eilig das Café verließ, um nicht in noch so eine blöde Geschichte zu geraten.

Gefickt, angepisst, mit Autogramm beschenkt, dadurch fast berühmt geworden…

Und dieses irre Museum, das sie mitten in der Stadt hingeklotzt haben?

Wirklich eine erotische Mekka! Mit der Zeit muss man hier vorsichtiger sein.

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