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Orgasmus im Rattern der Räder

Der Schnellzug von der Hauptstadt in den fernen Osten jagte durch die Weiten der Taiga.

In einem der Dienstabteile saßen die Schaffnerinnen, die ältere und füllige Sigrid und ihre Kollegin Heike. Ohne Uniform hätte man sie eher für eine Lehrerin oder Ärztin gehalten.

Es war eine schöne Blondine mit angenehmen Umgangsformen, früher Bibliotheksangestellte. Sogar unterwegs bei dieser nervigen Arbeit achtete sie ständig auf ihr Äußeres und wirkte immer sehr anziehend. Die enge Schaffneruniform betonte nur die atemberaubende Anziehungskraft ihrer Figur.

Nachdem sie die Fahrgäste bedient hatten, beendeten die Frauen ihr Abendessen und tranken schweigend Tee.

Sigrid musterte ihre Freundin aufmerksam und fragte:

— Na, hat’s dich wieder gepackt?

Mit verbissenem Ausdruck starrte Heike aus dem dämmrigen Fenster und nickte.

— Sieht man. Und wer? Der aus dem achten Abteil, der in der Stadt in der Mitte zugestiegen ist?

— Er.

— Ein stattlicher Kerl. Schon verabredet?

— Ja.

— Gut,

stimmte Sigrid zu.

— In der Nacht übernehme ich für dich. Aber sei nicht dumm: Wenn er Geld anbietet – nimm’s. Wie oft muss ich dich noch überzeugen.

Heike warf ihr einen wütenden Blick zu.

— Schon gut, schon gut,

winkte Sigrid ab, die wusste, dass darauf eine lange Phase des Schmolls folgen würde.

Doch während sie das Geschirr vom Tisch räumte und zum Waschen ins Bad ging, sagte sie vorwurfsvoll:

— Am Ende bist du ja keine Millionärin.

Aber Heike hörte schon nicht mehr hin, gefangen in der wachsenden Erregung, die sie überwältigte. So etwas passierte ihr alle zwei, drei Monate, und dann verschwanden Familie, weibliche Treue, Geld – alles in der Versenkung.

An die Oberfläche brach ein ungezähmtes Verlangen, dem sie nicht widerstehen konnte. Sie stürzte sich hinein, kopfüber, wie in einen Strudel, wissend, dass es keinen anderen Ausweg gab.

Jetzt, allein gelassen, frischte sie aus Gewohnheit ihre Lippen auf. Vor ihrem inneren Auge stand der Fahrgast aus dem achten Abteil, ein breitschultriger, schlanker Mann mit stechendem Blick und entschlossenem, willensstarkem Gesicht.

Beim ersten Treffen hatte sie mit unfehlbarem weiblichem Instinkt sofort gespürt, dass er ein leidenschaftlicher, schamloser und unermüdlicher Liebhaber war, fähig, selbst eine Messalina zu befriedigen. Und dieser Instinkt trog sie nie.

„Muss noch im Speisewagen sein“, dachte sie. Erotische Szenen, eine verlockender als die andere, malten sich in ihrem Kopf.

Sie holte eine Metallflasche mit Cognac heraus und nahm zwei kleine Schlucke. In solchen Fällen half sie sich immer damit: Der Alkohol machte sie hemmungslos in der Liebe.

Und um zehn Uhr abends, nachdem sie den Dienst an Sigrid übergeben hatte, wartete sie mit brennendem, ungeduldigem Blick auf den Liebhaber im Schlafabteil. Sie trug nur einen Bademantel, mit zwei Knöpfen geschlossen.

Die Nachttischlampe warf schwaches Licht in den winzigen Raum. Endlich erschien er mit einem kleinen Päckchen in der Hand.

— Hat dich im Gang niemand gesehen?

Die Angst vor fremden Blicken und Entdeckung hielt sie in kritischen Momenten bei Verstand und ließ sie äußerst vorsichtig sein. Er lächelte herablassend und umarmte sie. Sie küssten sich leidenschaftlich, verzehrt von Begierde.

— Ich bin halb umgekommen vor Warten.

Seine Hand glitt unter den Bademantel und umfasste ihre Brust.

— Und ich bin schon lange feucht. Zieh dich aus und sei leise, damit die Fahrgäste hinter der Wand nichts hören.

In dem engen Abteil war es für den großen Mann unbequem, da warf sie den Bademantel ab und half ihm eilig. Der Anblick des nackten männlichen Körpers überwältigte sie, brachte sie in Ekstase.

Sie sank auf die Knie.

— Lass mich dich anschauen.

Nahm den erigierten Schwanz in die Hand, wichste ihn und drückte ihre Wange daran.

— Jetzt bin ich deine Sklavin. Dir steht alles offen, aber zuerst vergewaltige mich hart, vergewaltige mich in den Arsch. Wenn ich mich wehre – ignorier’s. Ich bin deine Sklavin,

schmierte den Schwanz mit Creme ein und hob den Kopf.

— Hast du mich verstanden?

Er ließ nicht auf sich warten, hob sie mit starken Händen ruckartig vom Boden hoch und warf sie mit dem Gesicht auf das Bett. Sie begann sich zu winden, aber ein plötzlicher Schmerz im Nacken ließ sie erstarren.

Aus Furcht zu schreien, biss sie in das Laken und spürte, wie ihre Pobacken auseinandergedrückt wurden und der Schwanz langsam in den Anus eindrang, ihren Körper mit Wollust füllend. Das ließ sie entspannen und sich dem Fick hingeben.

— Tiefer! Bitte, tiefer!

flüsterte sie ständig.

— Und härter…

Sie kamen mehrmals so zum Höhepunkt, bevor sie eine Pause brauchten. Nachdem sie sich um die Hygiene gekümmert hatten, tranken sie, und sie wurde gesprächig.

— Ich bin wohl eine miese Schlampe. Wie du siehst, betrüge ich.

— Weiß dein Mann davon oder ahnt er’s?

— Nicht mal im Traum. Er ist bei mir ein durch und durch anständiger Typ, oralen und analen Sex lehnt er ab – hält’s für Perversion. Kurz, ein echter sowjetischer Kandidat der Philologie, verklemmt auf sogenannter Anständigkeit. Sex ist für ihn ehelicher Pflicht, nichts weiter. Er ist in seiner Philologie versunken und glücklich. Wie jeder Bücherwurm braucht er keine großen Emotionen. Mir aber fehlen manchmal starke Empfindungen, ich will einen Mann genießen.

— Deshalb bist du Schaffnerin geworden?

— Du bist scharfsinnig. Ist ja auch nicht schwer zu erraten.

— Und ich hab die Kunst der Liebe im Knast gelernt.

Sie schaute ihn interessiert an.

— Ach so! Wofür gesessen?

— Heute nennt man’s Kommerz,

er trank teuren Wein.

— Wieso erzählst du mir das?

Sie klopfte ihm leicht auf die Stirn.

— Dummkopf! Ich erzähl’s, damit du weißt, dass ich heute glücklich bin, weil ich eine Nacht der Liebe habe.

Er legte die Hand auf ihren heißen Venushügel, aber sie hielt ihn zurück.

— Nicht so eilig. Lerne, ein konsequenter Genießer zu sein. Und jetzt will ich dich trinken. Steh bitte auf.

Damit drückte sie ihn mit dem Rücken an die Wand und ging in die Hocke.

— Ich liebe es, zuzuschauen, wie der Schwanz steif wird.

Mit einem Blowjob brachte sie ihn schnell in Fahrt und bat:

— Halt länger durch, nicht kommen, lass mich genießen…

Erst nach zwanzig Minuten packte er ihren Kopf fest und ergoss sich in einem wilden Strom, flüsterte unzusammenhängende Dankesworte. Solche Kunst mit dem Mund hatte er selbst im Knast nicht oft erlebt.

Mit Genuss schluckte sie das Sperma, wischte die Lippen mit einem Tuch ab und sagte bewundernd:

— Du bist ein unglaublich willensstarker Mann. Andere halten keine fünf Minuten aus. Erzähl von dir und sammle neue Kräfte.

Sie schaltete helles Licht an, und sie setzten sich an den Tisch. Beim Weintrinken erzählte er von seinem Leben.

Sie hörte zu, zurückgelehnt auf den Kissen. Fragte:

— Bist du wohlhabend?

Er rieb sich das Kinn.

— Obwohl meine Frau mich verraten hat und längst wieder verheiratet ist, will ich meinen Kindern ein gutes Leben sichern und tu, was ich kann.

— Beneidenswert. Übrigens haben wir auch zwei Kinder, beide lernen gut und scheinen talentiert. Und Frauen mögen dich?

— Frauen sind Huren. Sie ziehen’s nur zu mir wegen des Geldes. Du bist die Erste, die mich mit ihrer Uneigennützigkeit überrascht hat.

Sie stand auf, strich über seine breite Brust, schwieg, musterte sein raues, willensstarkes Gesicht, befühlte das Kinn, wo Stoppeln sprossen.

— Nicht schön, aber anziehend… Also hast du Reichtum und Kinder, fehlt nur die geliebte Frau,

lächelte sie.

— Stell dir vor, ich bin deine Geliebte. Erkläre dich in Liebe. Lüg, aber erkläre dich. So schön, den verrückten Unsinn eines Mannes zu hören.

Lehnte sich auf die Kissen zurück, zog ein Bein an und nahm eine provozierende Pose ein.

— Schön? Na, erkläre dich!

Das aufblitzende Verlangen in seinen Augen bereitete ihr riesiges Vergnügen.

— Du bist eine Teufelin!

rief er gedämpft.

— So eine Frau hab ich nie getroffen! Lass deinen Bücherwurm! Ich kauf dir eine Villa, welche du willst. Leg Geld auf der Bank für dich, viel Geld. Reicht für dich und die Kinder. Aber sei mein! Ich dreh Milliarden um. Lass die Chance nicht verstreichen, sag ja!

— Das sind Worte eines echten Mannes! Komm zu mir!

Drückte seinen Kopf an sich und öffnete sich wie eine Muschel, gab sich seiner Zunge und seinen Lippen hin. Dann nahm er sie, hob ihre Beine hoch.

Aus Matratze und Kissen baute sie ein hohes Lager, damit er stehend, ungehindert, ficken konnte. Sie setzte sich darauf, streckte die Hände unter ihren Arsch, griff seine Eier und dirigierte selbst.

— Wenn ich laut stöhne,

warnte sie,

— halt mir den Mund zu…

— Unglaublich! So eine Frau hab ich noch nie gehabt…

— Spann dich an und quetsch mir die Nippel,

forderte sie zwischendurch.

— O, ich fliege davon, fliege!

Und in halb bewusstem Zustand sank sie an seine Brust. Wenn nötig, massierte sie mit trainierten Vaginalmuskeln geschickt die Eichel und erregte ihn immer wieder.

Es schien, als hätten beide keine Grenzen der Leidenschaft, und sie kamen erst bei Tagesanbruch zur Besinnung, als das Fenster fast weiß wurde und im Waggon Bewegung einsetzte.

Er schaute auf die Uhr.

— Fünf. In einer halben Stunde muss ich aussteigen.

Zog sich hastig an. Sie warf den Bademantel über und spähte in den Gang.

— Niemand.

Er zögerte einen Moment.

— Wir müssen uns unbedingt wiedersehen. Schick eine Telegramm. Hier meine Karte – da steht die Adresse.

Sie schloss die Tür hinter ihm, setzte sich aufs Bett und las: „Markus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft ‚Nomad‘.“ Legte die Karte auf den Tisch und versank in Gedanken.

„Ein zweites Mal wird’s nicht geben. Das hab ich schon ausprobiert. Wahre Befriedigung bringt mir jedes Mal nur ein neuer Mann, und das ist das ganze Geheimnis. Aber was ist das? Teufelswerk oder im Gegenteil göttliche Gnade, die ab und zu auf mich herabkommt, damit ich die Familie nicht zerstöre und die Liebsten nicht unglücklich mache?“

Aber auf diese Frage konnte sie selbst keine Antwort geben.

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