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Kap der Erzwungenen Leidenschaft

Mit Antoine Duval – Tony, wie ich ihn nenne – bin ich schon etliche Jahre bekannt. Immer freue ich mich, ihn zu treffen, wenn ich mal eine Minute oder zwei von den Alltagsdingen abzwacken kann. Oder in den seltenen Momenten der Ruhe.

Dieser junge Mann fesselt die Fantasie, ergreift meine volle Aufmerksamkeit. Er verblüfft mit seiner Vielfalt an Ansichten und dem freien Flug seiner Gedanken. Und er hat immer eine frische Geschichte parat, die entweder ihn selbst betrifft oder jemanden aus unserem alten Bekanntenkreis.

Er erzählt seine Geschichten meist bei einem Krug Bier, irgendwo in einem schattigen Eckchen des Parks. Seine Worte fließen geschmeidig und farbenprächtig, rufen die Vergangenheit herauf, als wäre sie gestern oder vor ein paar Wochen passiert.

Heute auch, nach den quälend heißen Stunden des Mittagsgluts in den Schatten der Alleen. Nach dem Genuss des unvergleichlichen lokalen Bieres spazierten wir beide zufrieden ans Ufer des Parkteichs. In der Hoffnung, ein Boot zu mieten und uns ein wenig auf dem Wasser zu erholen. Vorbei an den faul am Ufer flanierenden Städtern an diesem Samstagabend.

Plötzlich fiel mein Blick auf ein junges Paar, das majestätisch und fließend, mit Würde und betonter Höflichkeit, an der Schlange der Wartenden für die nahen Attraktionen vorbeischritt. Zwei Kinder, ein Junge von sechs oder sieben Jahren und ein goldlockiges Mädchen um die fünf, hielten die Hände ihrer glücklichen Eltern.

Tatsächlich hob sich dieses Paar von der Masse ab durch Aussehen und Gepflegtheit. Durch diese Aura von Gelassenheit und Sicherheit. Und an ihrer blassen Haut erkannte man sofort die Fremden.

Unerwartet drehte sich der junge Mann zu uns um, lächelte breit und winkte. Er erkannte in Tony einen alten Bekannten. Als er näherkam, stellte Tony mich als seinen Freund vor. Wir tauschten Höflichkeiten und nannten unsere Namen.

Die schöne Frau hieß Camille, ihr Mann Julien. Ich erfuhr, dass sie auf der Durchreise in der Stadt waren, um Camilles Verwandte in einer nahen Siedlung zu besuchen. Die Tickets für morgen schon gekauft. Und heute wollten sie die Kinder unterhalten, im alten Park, um ihnen die Orte unserer Jugend zu zeigen.

Wir sind hier aufgewachsen, haben als Kinder im Teich gebadet. Uns nachts in den dichten Büschen geküsst.

Mit Tony plauderten sie vertraut, man spürte, da steckte viel Erlebtes dahinter. Nach einigem Hin und Her über dies und das versiegten die Themen, der Gesprächsfaden erlosch.

Mit demselben Maß und Abstand entfernte sich das majestätische Paar, gezogen von der Warteschlange. Und wir blieben mit Antoine abseits des Trubels.

— Weißt du, Thibault, in ihrer Heiratsgeschichte steckt ein gewisser Clou – sagte mein Freund nachdenklich, als würde er die Ereignisse nochmal durchleben, die er mir erzählen wollte.

Wir setzten uns wieder an einen gemütlichen Tisch im Lokal. Und Tony begann seine Geschichte aus Juliens Sicht.

Die Ferien am Regiefach begannen morgen. Jules nutzte alle Chancen, um ein Flugticket nach Hause in die Stadt zu ergattern. Zu Hause warteten die Eltern schon sehnsüchtig. Und die Freunde fieberten seinen Geschichten aus der Hauptstadt und seinen Witzen entgegen.

Das Flugzeug landete pünktlich frühmorgens. Jules hatte einen ganzen Tag voller Besuche und Treffen vor sich, Gespräche und Telefonate über geplante Unternehmungen. Das Elternhaus empfing ihn freudig und warm.

Draußen herrschte echter Sommer der Stadt, wenn man tagsüber nicht mehr in der prallen Sonne aushalten konnte. Aber das Mai-Grün war noch nicht von der sengenden Hitze verdorrt. Und im Schatten war es berauschend kühl und süß faul.

Der Vater teilte ihm gleich nach der Ankunft mit, dass ein Geschenk auf ihn warte. Eine Reise in die Touristenregion am Ufer eines Sees im Nachbarland, für eine Woche oder anderthalb. Und dass dort in diesem Jahr viele „wilde“ Studentenlager aus dem Bruderland eröffneten.

Eine tolle Gelegenheit, unter Jugendlichen zu entspannen, Kräfte zu sammeln, gesund zu werden. Am schönsten war noch, dass ihn auf dieser Fahrt sein bester Freund begleiten und quasi beaufsichtigen würde – Tony Duval.

Die Eltern kannten Tony als selbstständiger im Leben als ihr Sprössling. Sie ließen den Sohn immer gern mit ihm ziehen. Wussten sie doch, dass Antoine, körperlich stärker und robuster, nicht nur für sich, sondern auch für seinen Kumpel einstehen konnte.

Also zog der Vater Tony beiseite und bat ihn vertraulich, im Lager auf den Sohn aufzupassen. Dass er sich nicht mit irgendeinem lockeren Mädchen einlasse und in der Freiheit von elterlicher Aufsicht Dummheiten mache. Natürlich stimmte Tony zu, und die Eltern beruhigten sich, kamen nicht mehr darauf zurück.

Mit besonderem Stolz überreichte der Vater Julien das Geschenk – neue importierte Badehosen. Mitgebracht aus Spanien von einem Kollegen, der kürzlich dort einen Dokumentarfilm gedreht hatte.

Jules zog sie sofort an, drehte sich vor dem Spiegel. Begutachtete zufrieden den schmeichelnden Schnitt, der sein männliches Attribut und die jugendlich schlanke Figur elegant betonte.

Sie fuhren früh mit dem Linienbus los, wussten sie doch, dass die Fahrt sechs Stunden dauern würde. Hatten Proviant und ein paar Flaschen Bier dabei.

Der blaue See begrüßte sie freundlich in der abendlichen Dämmerung. Die Jungs fanden schnell die Zelte des Sportinstituts-Lagers, wo sie die nächsten zwei Wochen verbringen sollten.

Es war nicht überlaufen, Zelte für zwei oder vier Personen zur Wahl. Unsere Helden richteten sich rasch für die Nacht ein. Wollten den Strand morgen erkunden, waren sie doch müde von der Reise und mussten sich noch stärken.

Nachts weckten sie Gitarrenklänge und Lieder der unermüdlichen Jugend. Studenten aus verschiedenen Unis schufen eine Atmosphäre romantischer Abenteuer. Chancen für Bekanntschaften ohne die übliche Hemmung durch Ältere.

Früh aufgewacht, schnell umgezogen für den Strand, steuerten beide Freunde auf die Bucht zu. Auf die sandige Untiefe, legten sich auf eine ausgebreitete Decke nah am Wasser. Das sanft und zärtlich plätscherte, einladend zum Schwimmen.

Nebenan eine kleine Gruppe junger Leute, Jungs und Mädels, die lachend über ihre Späße herzogen. Beide Kerle sprangen mit Anlauf in die kühle, belebende Flut.

Tony zog gleich weit ab von Julien, der sich auf dem Wasser halten konnte. Aber nie Rennen oder Wettkämpfe gemacht hatte – fehlten doch in der Stadt die weiten Gewässer, wo man richtig schwimmen lernte.

Nach kurzer Strecke ermüdete Jules ohne Training, drehte um. Zurück ans Ufer ins Flache, wo schon Teenager tollten, brusttief im Wasser. Warfen sich eine Autoreifenkammer zu – eine Art Schwimmring.

Bis zu den Knien aus dem Wasser, blickte er sich um, wohin er gehen sollte, um zu seiner Decke zu kommen. Sah die vertraute Gruppe mit dem Ball und wollte schon hin. Doch ein schüchtern-provozierendes Kichern von den Teens hielt ihn auf.

— Schaut mal, Leute, was für Badehosen! Ha-ha-ha! Da könnte man gleich nackt sein! – und die ganze Bande brach in lautes Gelächter aus, starrte zu Jules…

Verwundert musterte er sich und stellte fest, dass seine Badehosen, seine neuen Badehosen, plötzlich total durchsichtig geworden waren. Hatten die zartblaue Farbe verloren, und man konnte wie durch dünnes Glas jede Kleinigkeit der intimen Stellen erkennen.

Weiße Pobacken, zarte Haut am Unterbauch, Schamhaare und buschige Hoden. Darüber lugte verräterisch rosa die Eichel seines Glieds unter der Vorhaut hervor.

Entsetzt plumpste Jules in den warmen Sand, versuchte, sich mit anklebenden Körnchen zu bedecken. Die Nacktheit irgendwie zu mindern.

Bis zur ersehnten Decke waren es kaum mehr als zehn Meter. Die Jugend spielte Ball, rief fröhlich, achtete glücklicherweise nicht auf den armen Jules, der fast am Ufer kauerte, total verwirrt.

Wenn Tony nur käme und etwas unternähme! Wenigstens ein Handtuch brächte zum Verdecken.

So wartete der arme Junge, bis der zufriedene, gerötete Antoine von der Anstrengung auftauchte.

— Was machst du hier? Ist es am Wasser kühler? – fing er an, bis er den flehenden Ausdruck im Gesicht seines Freundes bemerkte.

— Was ist los, alles okay?

— Schau her – murmelte Jules trübselig, drehte sich vorne zu seinem Freund, enthüllte für seinen Blick die im Sonnenlicht glänzenden, sandbestäubten Genitalien.

— Wow – pfiff Tony. Hör mal, hast du den Zettel weggeworfen, den du morgens von den Badehosen abgerissen hast?

— Nee, der ist noch in der Tasche meiner Hemdtasche auf der Decke. Hol ihn schnell, da steht sicher was drüber.

Tatsächlich, als sie den zerknitterten Fetzen entfalteten, lasen sie:

Die Jungs kapierten sofort – diese Badehosen waren für einen „Scherz“ gemacht. Und der, der sie Juliens Vater geschenkt hatte, hatte das verschwiegen, um den Kollegen zu verarschen.

Dem Vater war es natürlich nicht in den Sinn gekommen, zu lesen oder den Sohn zu warnen. Dass die Dinger beim Nasswerden total durchsichtig wurden. Und um sie wieder normal zu machen, musste man sie nur trocknen.

Der schlaue Tony wusste gleich, wie rauskommen. Er fischte schnell aus der Hosentasche, die auf ihrem Plätzchen lag, ein sauberes Taschentuch mit handgestickter Blume (Geschenk einer „Liebsten“).

Und eine Minute später deckte dieses Tuch passend Juliens intime Stellen ab. Wie gerufen saß die gestickte Blume genau auf der Wölbung seines Glieds.

Allmählich beruhigte sich Jules, beobachtete das Ballspiel nebenan. Tony schloss sich gleich den Spielern an, und Jules schaute mit Stolz auf seinen Freund und etwas Neid hin.

Wie gut und schön er doch gebaut war! Hoher Wuchs, sonnengebräunte Figur mit langen schlanken Beinen, bedeckt von goldenem Flaum. Geschliffene Bewegungen, die von Sportlichkeit kündeten. Leichtigkeit und schnelle Reaktion – alles sagte, Tony kannte seinen Wert, pflegte sein Äußeres, um unter Gleichaltrigen anziehend und sexy zu bleiben.

Nicht wenig Stolz auf den Freund und ein eigenartiges Neidgefühl weckte in Julien das gut entwickelte intime Stück unter Tonys Badehose. Gott hatte den Kerl nicht benachteiligt, gab ihm zur Schönheit noch große Genitalien, die perfekt zu der eleganten Figur des jungen Mannes passten.

Jules erinnerte sich, wie er oft, heimlich vor Tony, einen Pornoausschnitt mit ihm auf Video abspielte. Genoss das Bild des Freundes, der sich vor der Kamera entkleidete, dann leidenschaftlich eine Wassermelone auf dem Tisch vögelte.

Und schließlich Fontänen von Samen verschoss, die ein Stück weit zum bereitgestellten Kaffeekrug flogen. Gegen die Wand klatschten und als trübe Schleim herunterrannen, eine kleine Pfütze bildeten.

Von dieser Erinnerung bekam Jules eine starke Erektion, drückte den Unterleib fester ins Decke im Sand. In dem Moment sah er einen Ball vorbeifliegen und ein Mädchen, das ihn fangen wollte, aber verfehlte.

— Fang ihn, na los! Was ist! – rief sie Julien zu, der nicht den Mut fand, dem Ball nachzujagen.

Riskierte er doch, seinen stehenden Schwanz unter den neuen Badehosen zu enthüllen. Rot bis in die Ohrenspitzen schaute er das Mädchen nur schuldbewusst an.

Das über ihn sprang wie über einen Balken, berührte leicht mit Zehen seine ungebraunten Schenkel. Was noch mehr Blut in die bekannte Stelle trieb.

Auf dem Rückweg mit dem Ball lud das Mädchen Jules mit einer Geste zum Mitspielen ein. Und er täuschte Schmerzen im Bein vor, um die Verzögerung zu begründen.

Inzwischen endete das Spiel, die Jugend stürmte lärmend ins kühle Wasser. Wirbelte Spritzer auf, begleitet von freudigem Geschrei.

Beim Zuschauen fixierte Jules immer mehr die neue Unbekannte, die ihn fesselte. Das Mädchen war ungewöhnlich anziehend.

Leuchtende helle lange Haare fielen frei auf gebräunte Schultern, betonten den Teint noch mehr. Ihr schlanker biegsamer Leib mit wohlgeformten Brüsten, reifen Früchten, die aus dem Badeanzug lugten.

War zart und geschmeidig wie bei einer Berggazelle. Schlanke Beine vollendeten die fast perfekte Schönheit ihrer Figur.

Allmählich trocknend nahmen die wundersamen Badehosen wieder normalen Anblick an. Wurden undurchsichtig und zartblau.

Nun konnte Jules ans Ufer gehen, im knöcheltiefen Wasser, das seine Fesseln liebkoste. Begann er märchenhafte Türme zu bauen, ließ nassen Sand durch die Finger rieseln.

So dass der absetzende Sand auf der wachsenden seltsamen Turmspitze haftete wie ein Stalagmit in einer Höhle. Türme verbanden sich zu Gängen und Wänden, bald erinnerte alles an eine Märchenstadt mit Burgen, Kapellen und Türmen mit Spitzen.

Jules baute geduldig weiter, als er jemanden hinter sich spürte. Es war SIE.

— Oh, wie interessant hier! Bist du Zauberer, Architekt oder Künstler? – wandte sich die Unbekannte an unseren Helden.

— Ach nee, als Kind haben wir im Hof oft rumgealbert und gewettet, wem es schöner gelingt – antwortete Jules erfreut, sichtlich stolz, dass man ihn bemerkte.

— Na, lass uns bekannt machen, ich heiße Camille. Ich bin erst kürzlich in der Stadt, will Maskenbildnerin lernen bei der Filmstudio, hab schon Kurse angefangen – ergriff Camille die Initiative.

Jules schien das wie ein Schicksalszeichen. Alles, was mit Filmstudio und Kino zu tun hatte, war ja seine zukünftige Profession. Und er freute sich innerlich, dass er und seine neue Bekannte ein gemeinsames, fruchtbares Thema hatten.

In dem Bereich fühlte er sich als Experte und Ass.

— Echt? Toll! Ich studiere Regie in der Hauptstadt, und bin hier zum Ausruhen mit meinem Freund Tony – da, der Größte unter den Jungs – er zeigte zur Gruppe, wo Antoine tatsächlich durch seine Größe herausstach.

Ein Wort gab das andere – ihr Gespräch wurde persönlicher. Die Jungen saßen am Wasser, bemerkten niemanden um sich, sichtlich hingerissen voneinander.

Gemeinsam sprangen sie ins Wasser, tollten in der seichten Tiefe, vergaßen die Welt. Die Bekanntschaft und gegenseitige Anziehung nahmen ernsthaften Charakter an.

Tony musste allein in die improvisierte Kantine essen gehen. Wagte nicht, den Freund bei so delikater Sache wie dem Annähern an ein schönes Mädchen zu stören.

Abends spürten Jules und Camille eine Verbundenheit. Dass Jules, als sie in seichte Tiefe wateten, im scherzhaften Ton von dem bitteren Streich mit den Badehosen erzählte, den sein ahnungsloser Papa ihm gespielt hatte.

Um die Wahrheit seiner humorvollen Geschichte zu beweisen, zog Jules sogar das Tuch aus den Hosen. Was das Mädchen sehr überraschte, das seinen Witz ganz locker nahm.

Keineswegs verlegen beim Anblick von Juliens entblößtem Stolz in dem Beutel der wieder total durchsichtigen, raffinierten Badehosenstoff.

Sich bis zum Zeltlager begleiten zu lassen, erlaubte Camille aus irgendeinem Grund nicht. Verwies auf die Strenge ihrer Verehrer, die solch dreiste Einmischung eines Fremden in Liebesangelegenheiten nicht dulden würden.

Den ganzen Abend und die Nacht wälzte sich Jules hin und her, seufzte. Ließ dem armen Tony keine Ruhe, kehrte ständig zum Thema zurück – ob Tony die neue Bekannte Camille gefalle.

Der taktvolle Antoine grinste nur, äußerte noch keine konkrete Meinung. Als wollte er abwarten, die ersten Gefühle sich setzen lassen.

So vergingen die Tage, ganz gewidmet Gesprächen über Kino, neue Filme. Die samstags unzensiert im Filmhaus liefen.

Natürlich hörte Camille unserem Helden mit aufgerissenen Augen zu. Wagte nicht, die fesselnden Monologe zu unterbrechen.

Und wieder endete das Begleiten abseits ihres Zelts. Gab Anlass zu Juliens Zweifeln und Grübeln – warum führte sie ihn nicht zu sich?

Da steckte ein Geheimnis, das keine Ruhe ließ, die Neugier schürte. Leider konnte Tony ihm da nicht helfen.

Denn unbewusst hielt Jules Abstand zu ihm, spürte Eifersucht aufkommen. Instinktiv seinen Anbetungsgegenstand vor dem offensichtlich überlegenen Rivalen zu schützen – seinem besten Freund.

Der Urlaub neigte sich dem Ende, und Jules entschied sich zum Angriff. Lud Camille zu einem Abendspaziergang auf den „Kap der Liebe“ ein.

Dieser Ort lag fern der Zeltlager, so drei-vier Kilometer am Ufer entlang. Wo eine sandige Zunge spitz in den See ragte, bedeckt mit großen flachen Steinen.

Die tagsüber von der Sonne aufgeheizt wurden und bis fast zum Morgen die Wärme hielten. Auf diesen warmen Steinbänken konnte man die ganze Nacht sitzen, plaudern, in Liebesumarmungen.

Kein Wunder, dass alle Verliebten diesen Ort „Kap der Liebe“ nannten.

Jules gestand Tony, dass er Camille für diese warme Mondnacht zu einem Liebesdate auf das Kap eingeladen hatte. Wissend, wozu das führen konnte, reichte der erfahrene Tony schweigend Jules ein paar Päckchen – Kondome.

In den fernen 70ern hatte niemand von HIV oder AIDS gehört. Und Antoine gab sie ihm nur aus guten Gründen – damit nichts „passiere“. Erinnerten die Abschiedsworte von Juliens Vater.

Abends, lange vor der vereinbarten Zeit, war Jules schon bereit zur Wanderung. Wartete ungeduldig auf seine Geliebte.

Lange schaute der nachdenkliche Antoine ihnen nach, brummte hin und wieder, zuckte die Schultern. Es brach eine ungewöhnlich warme Mondnacht am See an.

Umarmt entfernten sich unsere Verliebten unbemerkt vom Zeltlager. Seltene Lichter und abendlicher Lärm verhallten.

Das junge Paar kuschelte sich auf gemütlichen Steinen direkt am Wasser. In den Armen des anderen war es ihnen wohlig und friedlich, als könnte nichts in der Natur ihre Idylle stören.

Der helle, verspielte Mondschein steigerte nur ihre gegenseitige Anziehung. Sie gaben sich ganz hin, verbargen ihre Gefühle nicht.

In Liebkosungen, Umarmungen und leidenschaftlichen Küssen verflog die Zeit. Keine lebende Seele in der Nähe – wie auf einer unbewohnten Insel.

Mitten in einer weiteren leidenschaftlichen Umarmung hörten die Verliebten plötzlich laute männliche Stimmen. Rissen sich los und fanden sich umringt von einer seltsamen Truppe Jungs, so sieben oder acht.

— Hallo, Turteltäubchen! – sagte einer in offenkundig spöttischem Ton.

Erst jetzt sahen Jules und Camille, dass die Gesichter der kräftigen, gebräunten Kerle unter selbstgemachten Masken aus dunklen Nylonstrümpfen verborgen waren. Das verhieß nichts Gutes, und Jules spürte einen Schauer von Angst und Hilflosigkeit.

Tatsächlich, schreien half nichts – hier hörte niemand Hilferufe. Schon im Lager gab’s nie Polizei oder Wächter, und hier, vier Kilometer entfernt, erst recht keine Hilfe zu erwarten.

Der beste Freund und Beschützer – Tony – war weit weg. Blieb nur, auf eigene Kräfte zu hoffen, die gegen sieben starke Kerle eindeutig zu wenig waren.

— Was wollt ihr, Leute? – fragte Jules mit leicht zitternder Stimme.

— Wir haben euch nichts getan, geht euren Weg und lasst uns in Ruhe – höflich antwortete unser Held.

— Nicht so hastig, Schätzchen – mischte sich der Anführer der Bande ein.

— Weißt du, mit wem du es zu tun hast?

— Man nennt mich den Chefssexopathologen des Kaps der Liebe, und das sind meine treuen Sex-Instruktoren – zeigte der Anführer auf die anderen, die erstarrt warteten auf das kommende Schauspiel, das offenbar nach einem bekannten Skript ablief.

— Seid ihr hergekommen, um die Natur zu bewundern oder was? – fuhr der Ataman frech fort.

— Na los, trennt sie! – befahl er, und sofort näherten sich drei Kerle Camille.

Zwei packten den sich wehrenden Jules, drehten ihm die Arme auf den Rücken. Zwangen ihn in demütigende Knieposition, gaben ihm keine Chance zur Freiheit.

Einer wickelte geschickt Camilles langes Haar um die Hand. Und mit Hilfe von zweien pressten sie das sich windende Mädchen flach auf den glatten warmen Stein, hielten Beine und Arme fest.

Drei mächtige junge Männer fixierten das arme Mädchen.

— Schweine, Arschlöcher, Dreckskerle, Faschisten, Phantomas! Was haben wir euch getan? Verschwindet, sonst wird’s übel – Juliens Drohungen und Flüche mit begrenztem Vokabular klangen total unglaubwürdig und sogar komisch, wäre die Situation nicht so dramatisch.

Drei Kerle hielten die zitternde Camille fest, stopften ihr einen improvisierten Knebel in den Mund. Um Schreie und Quietschen zu verhindern.

— Ruhig, ruhig, Jungs und Mädels! Wenn ihr euch benehmt, schwör ich, wir tun euch nichts Böses.

— Unsere Aufgabe ist nur, zu beschleunigen, wofür ihr hergekommen seid auf diese Steine und euch bis zum Morgen zurückgezogen habt.

— ICH ERKLÄRE DEN BEGINN DER KONTROLLFICK! – verkündete der Anführer wichtig.

— Du da, Kerl – wandte er sich an Julien.

— Musst uns jetzt zeigen, wie du mit einer Frau umgehst. Und du, Süße – reagier auf die Liebkosungen deines Liebsten.

— Jetzt schauen wir, wie bereit du für männliche Zärtlichkeiten bist.

Mit diesen Worten trat der Ataman zur wehrlosen, gekreuzigten Camille. Schnitt mit scharfem Messer flink erst den BH des Badeanzugs durch, warf ihn in eine Spalte zwischen Steinen.

Dann folgten die Höschen, ließen das Mädchen splitternackt und hilflos in Versuchen, sich zu befreien und das Hohn zu beenden.

Ihre hellen Brüste bebten, und der goldene Flaum am Schamhügel schimmerte anziehend im hellen Mondlicht. Enthüllte kleinste Details der weiblichen Anatomie.

Der Knebel ließ sie kein Wort sagen, nur klägliches Muhen der Ohnmacht war zu hören. Nun kam Jules dran.

Zwei Schnitte mit dem Messer – und seine Badehosen flogen weit ins Wasser, verschwanden in der dunklen Tiefe.

Jules zappelte mit aller Kraft, spie weiter nutzlose Flüche gegen die Peiniger – vergebens, niemand schenkte dem Beachtung. Offenbar war die Situation für die Bande schmerzlich vertraut.

— Sooo, Bursche! Halt die Klappe, sonst wird’s unerträglich schmerzhaft für deine Braut – sagte der Anführer und kniff das Mädchen mit zwei Fingern in den Nippel der linken Brust.

Zog ihn weit raus, löste neue starke Stöhner aus seinem Opfer.

Gott, welch Demütigung und Rechtlosigkeit! Und in dieser Mitternachtsstunde niemand in der Nähe, der diesen horrorvollen Albtraum stoppen könnte!

Tony Duval sah sicher süße Träume in seinem Zelt, ahnte nicht, in welcher Lage sein Freund steckte.

Sonst wäre er auf Flügeln hergeflogen, nicht allein, mit Kumpels. Hätte diese Perverse wie eine Meute stinkender Schakale verjagt.

Aber ach, kein Retter und Bodyguard da. Blieb nur, geduldig auf Gnade der Sieger zu warten.

Wie sehr Jules hoffte, dass Camille das Kondom nicht sah, das er vor dem Date angezogen hatte! Das hatte er auf Tonys Rat getan, damit nichts „passiere“.

Aber das entging seinen Peinigern nicht.

— Schau an, hat schon ’nen Gummi drüber! – verkündete der Ataman laut.

— Gut so, nur DAS brauchen wir gar nicht! – Mit diesen Worten trat er zu Jules, riss grob die zarte Gummi ab, schickte sie in eine Steinspalte.

Sobald Jules zappelte und fluchte, ging der Anführer zu Camille. Streckte die Hand nach ihrer Brust, versuchte, den Nippel zu greifen.

Und dem armen Kerl blieb nichts, als zu schweigen und sich dem Schicksal zu fügen. Die Demütigung ging weiter.

Der Ataman näherte sich dem Mädchen, begann dreist und rücksichtslos ihre zarten Brüste zu betatschen. Den gebräunten Bauch zu streicheln, rückte ans Intimste vor.

Das Mädchen wand sich, versuchte auszuweichen – vergebens. Ihr Widerstand war sinnlos.

Mit Fingern ins Innere gleitend, stoppte der Ataman plötzlich und rief:

— EEE! Die ist noch JUNGFRAU!

— Glück gehabt, Kerl! Ich erkläre die Operation – ENTJUNGFERUNG!

Entsetzt hörte Jules das Urteil, sah nun klar, in welch raffiniert perversem Schauspiel ihm die Rolle zugedacht war.

— Na also, Kerl, fangen wir an? – befahl oder fragte der Hauptpeiniger.

— Und wehr dich nicht, verlängerst nur das Vergnügen für dich und uns – schloss er.

Der arme Jules wusste nicht, was tun: Schweigend gehorchen, aber was mit dem unglücklichen Mädchen, das auf dem Stein gekreuzigt lag – wollte sie DAS?

Oder bis zum Letzten widerstehen – Ehre und Würde retten. Immer wieder versuchte er, sich aus den starken Händen zu winden, die ihn kniend hielten, auf neue Befehle wartend.

— Na, wenn dein Kerl nicht will, werd ich mit Vergnügen dein Erster sein, und du, Bursche, der Letzte in der Reihe – erklärte der Bandenboss wichtig.

— Öffnet ihren Mund, lasst sie ihren letzten Wunsch sagen – befahl er seinen Handlangern.

— Nein! Nein! Nur DAS nicht! Jules, Liebling, bitte lass diesen Dreckskerl nicht zuerst! Ich bin zu allem bereit, nur lass DU mein ERSTER sein! – flehte die hilflose Camille mit Tränen in der Stimme, mal Jules, mal den Anführer.

— Lauter bitten! – kam der Befehl, verstärkt durch starken Kneifen in die Brust.

— AAA! Nicht! Jules, Schatz! Stimmt zu, schnell, siehst du nicht, der andere Ausweg ist noch schlimmer? – hörte Jules wieder die Bitten des Opfers.

Er musste die endgültige Entscheidung treffen, um die Folter zu beenden.

— Okay, ich stimme zu – zeigte Jules mit ganzer Haltung, dass er das nicht wollte, es nur tat, um Leben zu retten.

— Bringt den Bräutigam näher ran – kommandierte der Ataman.

Jules zwangen sie aufzustehen, dicht an den Steinrand zu treten, wo das gekreuzigte Mädchen lag.

— Spreizt ihre Beine weiter, noch mehr… So, schon besser – kommentierte der Regisseur des Folterschauspiels.

Mit fester, sicherer Hand massierte der Anführer Juliens Hoden, rollte sie zwischen Fingern. Berührte sensible Nerven in der Sackhaut.

Die Erektion ließ nicht auf sich warten. Und mit einer Hand das weibliche Innere spreizend, zog der Ataman grob die zarte Haut von der geröteten Eichel von Juliens Glied.

Lenkte dann geschickt den steifen Stab des jungen Mannes direkt in Camilles Tiefe. Jules spürte Widerstand, die Spitze seines Glieds stieß auf etwas Weiches, das nicht nachgab.

Das wurde bemerkt, und ein Knie stieß hart unter seinen nackten Arsch. Löste einen Schrei des Mädchens aus – Jules verstand, die Entjungferung war vollbracht.

Sein Organ drang in das feuchte, warme Heim seiner Geliebten ein. Riss die verschlossenen „Türen“ mitsamt Scharnieren ab.

Unfähig, sich länger zu beherrschen, begann er die gewohnten Beckenbewegungen. Die Verlangen in seine sehnsüchtigen Drüsen und Hoden trieben.

Denn ehrlich gesagt, schämte sich Jules, im Zelt zu masturbieren. Wusste er doch, dass es seinem besten Freund nicht entginge.

Jules spürte, wie zarte Mädelsarme seine Schultern umfingen, ihre Lippen näherten. Wie Camilles lange Beine seine Taille umschlangen, nackte Pobacken vorwärts schoben.

Im Takt mit zarten, leidenschaftlichen Zuckungen seines liebeshungrigen Körpers. Die weichen Brüste des Mädchens berührten angenehm seinen Oberkörper.

Und es schien, als gäbe es niemanden sonst auf der Welt für sie beide in diesem Moment. Noch ein paar Bewegungen – und Jules fühlte, wie mächtige Fontänen seiner im Lager angesammelten Säfte und Samen in starken Strömen den engen, pulsierenden weiblichen Organ benetzten.

Bestimmt für das Austragen des gezeugten Fruchts. Aus dem alles besiegenden Orgasmus erwachend, stellten die Jungen fest, dass niemand mehr da war.

Ihre Peiniger spurlos verschwunden! Was tun? Hinterherjagen, aber wohin, in welche Richtung?

Und eine Verfolgung nackt, ohne Kleidung, würde in tiefer Nacht noch seltsamer wirken. Zudem wurde unklar, welche Anklagen man diesen seltsamen Vergewaltigern vorwerfen könnte.

Und Polizei oder Wächter fand man im Lager tagsüber mit der Lupe, geschweige denn nach Mitternacht. So standen die unglücklichen Verliebten ratlos da.

Wussten nicht, was unternehmen, entschieden nicht für sich – Segen oder Fluch war in dieser Mondnacht geschehen.

Sie sammelten Fetzen der Kleidung, banden sie notdürftig zusammen. Umarmten sich fest, durchlebten die jüngsten Ereignisse neu und kehrten langsam ins Lager zurück.

Julien hielt es für anständig, Camille zu warnen, dass von nun an sein Zelt und das Elternhaus immer offen für die Braut stünden. Und sie wahrscheinlich bald heiraten würden, begründete die Eile mit möglichem Baby.

Tony Duval musste im Zelt den Platz räumen, überließ ihn Camille. Damit die Jungen nun ungehindert Liebe machen konnten, wann immer sie wollten.

Der Lagerleiter des Sportcamps nahm es äußerst gelassen hin. Hatte wohl nicht den ersten Fall in der Saison.

Nach Hause fuhren sie zu dritt mit Liedern und Witzen. Hatten den Vorfall am „Kap“ total vergessen.

Zudem wollten weder Camille noch Jules darüber reden, nicht mal mit Nahestehenden und engen Freunden. Tony wusste damals nichts von den Ereignissen am Kap.

Juliens Eltern nahmen die Heiratsnachricht verständnisvoll auf. Stellten die Bedingung, dass ihr Sohn das Studium erfolgreich abschließe – blieben nur Staatsprüfungen und die Diplomarbeit im Film.

Bei deren Planung der Vater – verdienter Filmemacher – lebhaft mitwirkte. Als sie erfuhren, dass Camille aus einer Familie von Kosaken aus der Region stammte (nicht zu verwechseln mit anderen Völkern), waren die Eltern mit der Wahl des Sohns zufrieden.

Und mischten sich möglichst nicht in das Leben der Jungen ein. Übrigens zogen viele Kosaken in diese Region im vergangenen Jahrhundert aus dem Zarenreich um, um die Grenze vor Überfällen aus dem benachbarten China zu schützen.

Die Familie der Don-Kosaken Petris war gerade aus solchen Siedlern, besaß ein großes Stück Land bei der nahen Siedlung. Selten erinnert man heute alte Namen von Städten und Dörfern.

So hieß die Stadt früher Treu, und die heutige Siedlung war die Staniza Andrejewka. Camille zog bald ins Haus der Duvals.

Erwarb den Ruf einer fleißigen Hausfrau mit engelhaftem, nachgiebigem Charakter. Die aber wie alle Kosakinnen durchsetzen konnte, was sie wollte – wenn nötig.

Bald verschwanden sie aus Tonys Blickfeld, denn Jules blieb als vielversprechender Kameramann und Regisseur im Filmstudio der Hauptstadt. Wohin Camille ihm folgte.

Der Rest ihres Kontakts lief nur über seltene Briefe. Da auch Tony sein Studium beendete und Massen von Problemen mit Verteilung und Arbeit regeln musste.

So eine Geschichte ihrer Heirat – schloss Antoine nachdenklich seinen Bericht.

Aber weißt du, von den Ereignissen am See erfuhr ich später von Kollegen im Filmstudio. Wie du dich erinnerst, war ich da als Pornomodell im Personal.

Und ehrlich gesagt, diese Camille gab sich ganz anders aus, als sie war. Du hättest sehen sollen, mit welchem Talent sie sich gleichzeitig drei Männern hingab bei Drehs am „wilden“ Strand während sommerlicher Massenszenen!

Wie ich mir dachte, wollte sie einfach den reichen Sohn eines prominenten Regisseurs um den Finger wickeln. Und erfand extra das Skript am Ufer, verabredete mit Bekannten, die schmierigen Rollen von Banditen zu spielen.

Und weißt du, meine Rolle in diesem Skript war das Kennenlernen der Jungen am Strand bei der ersten Begegnung… Tonys Blick schweifte in ferne Vergangenheitserinnerungen, er machte eine bedeutende Pause.

Was mir bis heute ein Rätsel bleibt – wie hat sie es geschafft, ihre Jungfräulichkeit vorzutäuschen?! – beendete Antoine damit seinen heutigen Bericht.

Im abendlichen Dämmern trennten wir uns, verabschiedeten uns herzlich. Jeder ging nach Hause.

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